Die Regierung habe Kürzungen bei weniger wichtigen Ausgaben in Höhe von insgesamt 50 Milliarden Rial (12,4 Milliarden Euro) beschlossen, teilte Finanzminister Mohammed al-Dschadaan laut der Nachrichtenagentur SPA mit.

Damit würden die Ausgaben im Haushaltsplan 2020 um etwa fünf Prozent schrumpfen.

Der Ölpreis war Anfang März drastisch abgestürzt, nachdem die Opec+-Gemeinschaft (das Bündnis des Ölkartells Opec mit den wichtigsten Erdölexporteuren außerhalb) sich nicht auf neue Begrenzungen der Ölfördermenge aufgrund des Nachfrageeinbruchs im Zusammenhang mit der Corona-Krise einigen konnte.

Russland wollte die Ölförderquote unverändert verlängern lassen, Saudi-Arabien forderte eine weitere Reduzierung der Förderung. Wenn die bisherige Förderbremse am 1. April ausläuft, dürfen die Opec+-Staaten ihre Ölproduktion wieder steigern.

Nach dem Scheitern der Gespräche kündigte Saudi-Arabien zudem an, künftig deutlich mehr Öl zu fördern, und stellte europäischen Abnehmern Rabatte in Aussicht. Diese Ankündigung belastete den Preis zusätzlich. Medien berichteten in diesem Zusammenhang von einem Preiskrieg unter Ölexporteuren.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters will Saudi-Arabien die Welt mit Billig-Öl fluten, um die russische Sorte Urals aus ihren wichtigsten Märkten zu verdrängen. Darüber soll Saudi-Arabien unter anderem mit der französischen Firma Total verhandelt haben.

leo/ip

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