Der Mundschutz in der Öffentlichkeit wird der Agentur zufolge in der Alpenrepublik schrittweise zur Normalität. Seit Mittwoch werden an den Eingängen zu den Lebensmittelgeschäften und Drogeriemärkten in Österreich Masken verteilt, mit denen die Menschen Mund und Nase verdecken sollen.

Gesichtsschutz-Tragen bald Pflicht

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte die Maßnahme am Montag angekündigt und auf eine große Umstellung eingeschworen, weil das Tragen von Masken in Österreich wie auch in Deutschland nicht zum Alltag gehört.

Spätestens ab 6. April soll Mundschutz-Tragen in sämtlichen Supermärkten und Drogerien zur Pflicht werden.

Österreichs Bevölkerung trage die Masken bereitwillig, so die Agentur.

„Es ist nicht viel. Aber besser als nichts“, zitiert die DPA einen Kunden bei Hofer, dem Aldi-Pendant in Österreich.

Die Mitarbeiter in den Geschäften seien zudem froh, weil sie durch die Masken offenbar auf etwas mehr Schutz für ihre eigene Gesundheit hoffen.

Experte haben Zweifel

Wie die Agentur unter Verweis auf „zahlreiche“ Experten meldet, gebe es Zweifel, dass das Gesichtsschutz-Tragen in der Öffentlichkeit wirklich gegen die SARS-CoV-2-Verbreitung helfen könne. Die Ansteckung finde inzwischen eher im Haushalt als auf der Straße statt.

Auf jeden Fall erwarte Wien nicht, dass die Masken einen hundertprozentigen Schutz gegen Coronavirus bieten würden, so DPA. Es gehe grundsätzlich eher um die Verringerung von Tröpfchen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen in die Luft gewirbelt werden.

Der Aufruf, grundsätzlich genug Abstand zu anderen zu halten, gilt auch weiterhin. Die Handelsketten müssen für ihre Filialen daher künftig auch ein Limit festlegen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Geschäft sind.

Corona-Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

Weltweit wurden nach WHO-Angaben bereits mehr als 823.000 Menschen in 206 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Registriert wurden bisher 40.598 Todesopfer.

Der WHO zufolge wurden in Österreich mehr als 10.000 Corona-Fälle festgestellt, 128 davon endeten tödlich.

mo/mt/dpa

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