Dem Verfasser des Artikels zufolge nehmen die Vereinigten Staaten den Erfolg des Deals für sich in Anspruch, in dem sie darauf verweisen, dass sie Mexiko überzeugt haben, Zugeständnisse zu machen.

„Doch der Beitrag der USA war und ist illusorisch – Präsident Trump ist nicht in der Lage, Kürzungen der amerikanischen Ölförderung zu versprechen, und ist als solcher nach wie vor nicht in der Lage, einen sinnvollen Beitrag zum weltweiten Plan zur Reduzierung der Ölförderung zu leisten“, heißt es im Artikel.

Ohne eine substanzielle endgültige Vereinbarung würden die globalen Energiemärkte weiterhin leiden, da die Produktion die Nachfrage bei weitem übertreffe. Für die amerikanischen Ölproduzenten, deren Produktion bereits um 2,5 bis drei Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen sei, seien die Auswirkungen katastrophal: Viele von ihnen würden pleite gehen.

Die US-Wirtschaft könne in eine Depression geraten, die möglicherweise schlimmer sein könnte als in den 1930er Jahren.

„Trumps einziger Ausweg könnte darin bestehen, sich an Russland zu wenden, um Hilfe bei der Kompensation der benötigten amerikanischen Ölförderquoten zu erhalten, was anscheinend die ganze Zeit der russische Plan gewesen ist“, ist der Verfasser des Artikels sich sicher.

Ein möglicher Preis für die Aufweichung der Haltung Russlands könnte die Aufhebung der gegen das Land verhängten Sanktionen im Energiesektor werden.

Russland mache jede endgültige Vereinbarung davon abhängig, dass Trump einer deutlichen Reduzierung der US-amerikanischen Ölförderung zustimme. Dies sei nicht möglich, weil die US-Ölindustrie in Privatbesitz sei.

Trump sei nicht im Stande, die Ölproduktion in den USA zu beeinflussen.

Ebenfalls könne der US-Präsident sein Versprechen nicht einhalten, die Ölförderung zu kürzen, um Mexiko bei der Erfüllung der G20-Ziele zu unterstützen, schreibt der Verfasser des Artikels.

„Indem die Russen die USA dazu brachten, an einem G20-Gipfel zur Ölförderung teilzunehmen, lockten sie die USA in eine politische Falle, aus der sie nicht entkommen können“. 

Opec+-Vereinbarung

Die im Verbund Opec+ vereinigten Ölproduzenten hatten sich am 12. April auf eine Drosselung der Ölproduktion um 9,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) im Ami und Juni geeinigt. In der zweiten Jahreshälfte 2020 soll eine weitere Ölförderkürzung um 7,7 Millionen Barrel pro Tag erfolgen. Bis zum Ende April 2022 soll die Erdölförderung um weitere 5,8 Millionen Barrel pro Tag reduziert werden. Mexiko konnte spezielle Bedingungen aushandeln und blieb bei seinem Angebot, 100.000 Barrel aus der Produktion zu nehmen. Die weiteren geforderten 300.000 Barrel pro Tag sollen die USA „ausgleichen“.

Für Russland und Saudi-Arabien soll als Ausgangsbasis der Wert von elf Millionen Barrel pro Tag gelten. Für alle anderen Länder wurden ihre Fördervolumen vom Oktober 2018 zum Ausgangspunkt gewählt.

asch/tm

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