Das Logo der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) am Hauptsitz der Organisation in Wien

Am Montag soll eine Videokonferenz zwischen den Mitgliedern der Organisation der erdölexportierenden Länder und anderen großen Ölproduzenten stattfinden. Dabei sollen Berichten zufolge die Situation auf dem Ölmarkt und eine neue Kooperationserklärung diskutiert werden.

Die Mitglieder der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) und andere große Ölproduzenten werden ihr erstes Treffen nach dem Scheitern des vorherigen Abkommens abhalten. Das kündigte das Nicht-OPEC-Mitglied Aserbaidschan an.

Während der Gespräche, die am Montag per Videokonferenz stattfinden sollen, werden die Teilnehmer die Situation auf dem Ölmarkt und eine neue Kooperationserklärung diskutieren, so das aserbaidschanische Energieministerium in einer Erklärung am Freitag. Es fügte hinzu, dass das Treffen auf Einladung des De-facto-Anführers des Ölbündnisses, Saudi-Arabien, stattfinden wird. Das Königreich rief zuvor alle OPEC+-Teilnehmer zu einer Dringlichkeitssitzung auf, „um zu versuchen, eine faire Vereinbarung zur Wiederherstellung des Gleichgewichts auf dem Ölmarkt zu erreichen“.

Der Schritt Saudi-Arabiens folgte auf ein Telefongespräch zwischen US-Präsident Donald Trump und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Trump erklärte später, er hoffe, dass Moskau und Riad auf dem Weg zu neuen Kürzungen der Ölproduktion um zehn bis 15 Millionen Barrel seien, gab jedoch nicht an, von welchem Zeitraum die Rede ist. Der US-Präsident verwies auf angebliche Gespräche zwischen dem saudischen Kronprinzen und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, doch der Kreml bestätigte die Kürzungen der Ölförderung nicht.

Trump begrüßte zwar das potenzielle Abkommen zwischen Russland und Saudi-Arabien, gab jedoch nicht an, ob die USA ihre eigene Ölproduktion reduzieren würden. Während die USA sich in der Vergangenheit weigerten, die Maßnahmen der OPEC zur Ankurbelung des Marktes zu unterstützen, sind die niedrigen Rohölpreise für die US-amerikanischen Schieferöl-Produzenten schädlich und könnten zum Zusammenbruch des Großteils der Schieferöl-Unternehmen führen.

Das frühere OPEC+-Abkommen lief am 1. April aus, was den ehemaligen Unterzeichnern erlaubte, die Produktion anzukurbeln, wodurch die Ölpreise schließlich ins Trudeln gerieten. Der seit 2017 geltende Pakt zur Fördermengenkürzung brach zusammen, als sich Russland und Saudi-Arabien am 6. März nicht auf neue Bedingungen einigen konnten. Riad beharrte auf tieferen Drosselungen, und Russland wollte sie auf dem bestehenden Niveau halten. Das Scheitern einer Einigung löste einen vermeintlichen „Ölpreiskrieg“ aus, bei dem Saudi-Arabien mit einer Steigerung der Produktion drohte. Die Rohölpreise erreichten dadurch Tiefststände, die sie mehrere Jahrzehnte nicht erreicht hatten.

Die Nachrichten über die geführten Gespräche und mögliche Drosselungen ließen die Ölpreise am Freitag ansteigen, wobei die Sorte Brent bei über 31 US-Dollar pro Barrel und die Sorte WTI bei fast 26 US-Dollar pro Barrel gehandelt wurde.

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