„Es ist notwendig, die aktuelle Krise als Gelegenheit zu nutzen, um den Verlauf der globalen Entwicklung zu ändern, eine günstige Umwelt und das Klima zu erhalten, gleiche Bedingungen für alle Länder und Völker zu gewährleisten, wirksame Mechanismen der multilateralen Zusammenarbeit und wichtige internationale Institutionen zu stärken und sich dabei auf die Charta der Vereinten Nationen, allgemein anerkannte Normen und Grundsätze des Völkerrechts zu stützen“, sagte Putin.

Gerade in einem solchen Ansatz zur Lösung globaler Probleme würde Russland die Hauptaufgabe und Verantwortung der G20-Staaten als Hauptforum der weltweit führenden Volkswirtschaften sehen, hieß es.

„Aufbauend auf den Erfahrungen im Umgang mit der globalen Finanzkrise von 2008 und 2009 hat die G20 eine Reihe multilateraler Initiativen gestartet, um die mit der Pandemie verbundenen wirtschaftlichen Risiken anzugehen und die Geschäftstätigkeit wiederherzustellen, auch durch wichtige Institutionen der globalen Verwaltung: Dies sind die Vereinten Nationen, die Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Internationale Währungsfonds (IWE), die Weltbank und andere“, so Putin weiter. 

Zudem thematisierte der russische Präsident die Corona-Impfstoffe. Es bestehe kein Zweifel, dass Medikamente zur Immunisierung allgemein verfügbar sein müssen, und Russland sei bereit, die Vakzine allen Ländern zur Verfügung zu stellen, die es nötig haben

„Russland unterstützt den Entwurf einer Schlüsselentscheidung des aktuellen Gipfels, der darauf abzielt, wirksame und sichere Impfstoffe für alle verfügbar zu machen. Ohne Zweifel sollten Medikamente gemeinfrei sein. Und unser Land, Russland, ist natürlich bereit, den Ländern, die es benötigen, die von unseren Wissenschaftlern entwickelten Impfstoffe zur Verfügung zu stellen“, sagte  Putin.

G20 2020

Die Bewältigung der Corona-Pandemie ist das zentrale Thema des G20-Gipfels führender Wirtschaftsmächte, der an diesem Wochenende als Videokonferenz unter Leitung Saudi-Arabiens stattfindet. An den Beratungen werden Bundeskanzlerin Angela Merkel, der chinesische Staatschefs Xi Jinping, Russlands Präsident Wladimir Putin und voraussichtlich ein letztes Mal auch Donald Trump teilnehmen. Weiteres Schlüsselthema ist der Klimaschutz.

pd/mt/sna

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