Das Telefongespräch, das auf Initiative der amerikanischen Seite am Montag stattfand, war laut Peskow umfangreich und dauerhaft. Die beiden Staatschefs tauschten dabei detaillierte Informationen über Maßnahmen aus, „die unsere Staaten im Rahmen des Kampfes gegen das Coronavirus ergreifen“. 

„Das Gespräch war sehr konstruktiv“, betonte der Kreml-Sprecher.

Russische medizinische Hilfe für die USA

Unter anderem kommentierte Peskow die späteren Aussagen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump über die russische medizinische Hilfe für die USA. Er bestätigte, dass im Telefongespräch dieses Thema behandelt wurde.

„Ich bin kein Pressesprecher des Präsidenten Trump. Ich bin der Pressesprecher des Präsidenten Putin. Das Thema wurde wirklich behandelt, man sprach von der Wichtigkeit eines internationalen Zusammenwirkens (…)“, erläuterte Peskow.

Erdölmarkt

Ferner teilte Peskow mit, dass Putin und Trump damit einverstanden seien, dass die aktuelle Konjunktur auf dem Erdölmarkt nicht im Interesse der beiden Länder sei. Dabei verweigerte es der Kreml-Sprecher, zu kommentieren, ob Moskau und Washington irgendwelche Handlungen in der entstandenen Situation unternehmen würden.

„Belohnung“ für Maduro?

Der Kreml-Sprecher betonte dabei, dass Russlands Staatschef und sein amerikanischer Amtskollege während des Telefonats die Belohnung für die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro nicht besprochen hätten. „Nein“, antwortete Peskow kurz und bündig auf eine entsprechende Journalistenfrage.

Zuvor war bekannt geworden, dass die US-Justiz den Staatschef Maduro anklagen will. Dies gab US-Justizminister Bill Barr bekannt. Laut Vorwürfen macht Maduro mit kolumbianischen Drogenkartellen gemeinsame Sache, um „die USA mit Kokain zu überfluten“. Das US-Außenministerium kündigte dabei eine bis zu 15 Millionen US-Dollar hohe Belohnung für die Ergreifung des venezolanischen Präsidenten an.

ak/mt/sna

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