Wehrpflichtige werden mit dem Bus in ihre Kaserne gebracht (Symbolbild).

Einige Regionen in Russland haben aufgrund der COVID-19-Pandemie ihren Einwohnern bereits eine Selbstisolierung aufgetragen. Diese drastischen Einschränkungen der Freizügigkeit greifen jedoch nicht im Falle des Wehrdienstes, der am 1. April startet.

Während Russland mit einer Welle von Ausgangsbeschränkungen und Ausgangssperren konfrontiert ist, gelten für das Militär Ausnahmen. Die Rekrutierungen und Einberufungen zum Wehrdienst werden planmäßig durchgeführt.

Die US-Nationalgarde wurde von New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo beauftragt, das Jacob Javits Center in Manhattans West Site in ein Feldlazarett umzubauen, um neue Aufnahmekapazitäten zu schaffen (Bild vom 23. März).

Ein Dekret zur Einleitung der Wehrpflicht am 1. April wurde am Montag von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet. Rund 135.000 Rekruten im Alter zwischen 18 und 27 Jahren sollen bis zum 15. Juli zum Militärdienst einberufen werden. Dies ist ungefähr die gleiche Anzahl von Wehrpflichtigen wie im vergangenen Jahr.

Zuvor erwogen die russischen Behörden, die Einberufung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, entschieden sich aber letztendlich dafür, den Zeitplan einzuhalten. Sie nahmen aber eine leichte Anpassung aufgrund der Corona-Virus-Situation vor: alle Wehrpflichtigen werden eine obligatorische zweiwöchige Quarantäne durchlaufen, um einen Ausbruch von COVID-19 innerhalb der Militäreinheiten zu verhindern. Ein Aufschub der Einberufungen steht jedoch nicht mehr zur Debatte.

Während Russland bisher nicht im gleichen Ausmaß wie andere europäische Länder von der Pandemie getroffen war, breitet sich COVID-19 nun auch hier landesweit aus. Am Montag wurden etwa 300 neue Fälle registriert, insgesamt liegt die Fallzahl bei 1.836.

Die meisten von ihnen wurden in Moskau registriert, was die Behörden in der russischen Hauptstadt dazu veranlasste, die Bevölkerung in Selbstisolierung zu setzen und das Recht der Bürger auf Freizügigkeit drastisch einzuschränken. Mehr als 20 weitere russische Regionen, darunter die zweitgrößte Stadt Sankt Petersburg, sind dem Beispiel gefolgt und haben ähnliche Beschränkungen eingeführt.

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