Laut Peskow ist es eigentlich „vom gesunden Menschenverstand her unmöglich”, dieses Dokument zu kommentieren. Der Pressesprecher unterstrich auch, er bedauere es sehr, dass die „russophobe Besessenheit“ auch in dieser schwierigen Zeit nicht nachlasse.

„Leider kann ich dieses Dokument nicht kommentieren. Falls es da ein konkretes Beispiel oder einen Hinweis auf irgendwelche Medien gegeben hätte, könnte ich Ihnen etwas Konkretes sagen“, sagte Peskow gegenüber den Journalisten.

Zuvor hatte der Europäische Auswärtige Dienst (EAD – englisch EEAS) behauptet, dass russische staatliche und kremlnahe Medien die russische Bevölkerung in Bezug auf die Ausbreitung des Coronavirus irreführen.  Dies hatte die Zeitung „The Financial Times“ unter Berufung auf die Mitteilung des EAD berichtet.

In der EAD-Mitteilung wird angegeben, dass es seit dem 22. Januar in der EU rund 80 Desinformationsfälle über Covid-19 gegeben habe.

„Das Ziel dieser falschen Informationen ist es, Panik und Mistrauen zu säen“, hieß es in der Mitteilung.

Der Europäische Auswärtige Dienst sei nach eigenen Angaben davon überzeugt, dass sich prorussische Fake-Accounts in sozialen Netzwerken, die zuvor über die Lage in Syrien und Gelbwesten-Proteste in Frankreich geschrieben hatten, darauf umstellten, „Fake-News“ über den Coronavirus auf Englisch, Spanisch, Deutsch und Französisch zu verbreiten.

Wenn Russland von der EU darauf angesprochen werde, distanziere sich Moskau von diesen Quellen, sagte der Kommissionssprecher für Außenbeziehungen, Peter Stano. Die EU stelle jedoch fest, dass die Quellen in Russland säßen, behauptete Stano.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am 11. März den Ausbruch des neuartigen Coronavirus als Pandemie eingestuft. Weltweit seien bereits über 200.000 Menschen infiziert, die meisten seien genesen, über 8.200 Menschen seien gestorben.

ac/ap

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