Als Zahlung für die Hilfe würde Moskau laut einem Autor derrenommierten italienischen Zeitung „La Stampa“ Rom zu Aktivitäten im Rahmen der EU zur Aufhebung der Russland-Sanktionen bewegen wollen.

Russlands Hilfe an Italien sei Rasow zufolge „uneigennützig und kein Gegenstand für Handel, erstellte Rechnungen oder Ähnliches.“

„Mit Erstaunen las ich heute in einem Beitrag einer renommierten italienischen Zeitung, dass der größte Teil der aus Russland gelieferten Einrichtungen und Technik angeblich nicht notwendig sei und dass unsere Hilfe mit irgendwelchen politischen und Propaganda-Motiven zu erklären sei“, sagte der Diplomat am Mittwoch der Nachrichtenagentur „Askanews“ im Bezug auf den Beitrag von „La Stampa“.

Der Autor des Beitrags räsoniert über hohen Dienstgrad der eingetroffenen russischen Offiziere und schreibt, dass 80 Prozent der Hilfe angeblich unnützlich sind.

Man solle darüber lieber die Einwohner von Bergamo nachfragen, unter denen es leider zahlreiche Infizierte und Tote gäbe, sagte Rasow.

„Was die Politik und Propaganda betrifft, sind solche Behauptungen Produkt eines perversen Bewusstseins, wenn einer hinter dem uneigennützigem Motiv, einem befreundeten Volk in Not zu helfen, bösartige Intentionen sieht“, sagte der russische Diplomat.

Russische Militärärzte und andere Experten sind in Italien zur Hilfe beim Kampf gegen die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus nach einer Absprache zwischen dem Präsidenten Wladimir Putin und dem italienischen Ministerpräsidenten Guiseppe Conte eingetroffen.

Russland stellte Italien unter anderem Schutzausrüstungen, mobile Versorgungsstationen und Mittel für eine großflächige Desinfektion von Verkehrsmitteln und Gebieten bereit. 

Außerdem kamen acht Brigaden der russischen Virologen in die besonders vom Coronavirus betroffenen italienischen Gebiete. Die meisten von ihnen haben an der Beseitigung der Folgen der Afrikanischen Schweinepest, des Sibirischen Milzbrandes sowie an der Entwicklung des Impfstoffes gegen das Ebola-Fieber und die Pest teilgenommen. 

om/tm

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