„Während der Streife führen wir Gespräche mit Einheimischen, um ihre Bedürfnisse zu erfahren, und veranstalten humanitäre und medizinische Aktionen. Die Patrouille erfolgte standardmäßig; Gespräche mit Einwohnern zweier Ortschaften wurden durchgeführt“, so der Sprecher der Militärpolizeieinheit, Anatoli Tschalij.

Landgestützte Patrouillen unternehmen Schützenpanzerwagen und Panzerwagen „Taifun“. Aus der Luft werden diese von den Hubschraubern Mi-8 und Mi-25 unterstützt.

„Im Laufe der Luftpatrouille eines Abschnitts der Straße M4 und der syrischen Grenze sind weder Verstöße noch provokatives Handeln registriert worden. Keine bewaffneten Einheiten wurden dabei entdeckt. Wir hoffen auf eine weitere friedliche Regelung in dieser Region“, sagte der Kommandeur des Mi-8-Helikopters, Aleksander Kudrjaschow.

Die Fliegerkräfte befinden sich ihm zufolge während der Streife in einer Mindesthöhe: Das ermögliche, die Situation am Boden einzuschätzen und die Sicherheit des Fluges zu gewährleisten, da sich die Flugzeuge in einer Mindesthöhe außerhalb der Wirkungszone von Boden-Luft-Flugabwehrsystemen befinden.

Laut russischen Militärs wird die russische Patrouille von der lokalen Bevölkerung freundlich aufgenommen.

„Die lokale Bevölkerung begrüßt, dass wir uns hier befinden, und die Menschen hoffen auf unseren weiteren Aufenthalt“, so Tschalij.

Eskalation in Idlib

Die Lage in der syrischen Provinz Idlib hatte sich verschärft, nachdem die Terrormiliz Hayat Tahrir al-Sham * am 27. Februar eine großangelegte Offensive gegen Stellungen der syrischen Regierungstruppen gestartet hatte. Von dem Gegenfeuer der Regierungsarmee waren neben den Terroristen auch türkische Armeeangehörige betroffen, die eigentlich nicht in der Region hätten sein sollen. 36 türkische Soldaten starben, weitere 30 wurden verletzt.

Daraufhin startete die Türkei mit „Frühlingsschild“ eine neue militärische Operation im Nordwesten Syriens.

Russland macht die Türkei, die ihren Verpflichtungen aus dem russisch-türkischen Memorandum von 17. September 2018 nicht nachgekommen sein soll, für die Zuspitzung der Lage in Idlib verantwortlich. So habe die Türkei es nicht geschafft, die bewaffneten Oppositionellen, die zu einem Dialog mit der syrischen Regierung bereit sind, von den Terroristen abzugrenzen.

Am 5. März hatten der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan nach mehrstündigen Verhandlungen in Moskau eine Vereinbarung zu Syrien unterzeichnet. Darin bekräftigten sie ihr Bekenntnis zum „Astana-Format“, riefen eine Feuerpause aus und einigten sich auf gemeinsame Patrouillen entlang der wichtigen Verkehrsader М4, die von Kämpfern kontrolliert wird.

*Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

ak/ip/sna

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