Unter den Festgenommenen befindet sich eine Soldatin der russischen Armee. Sie wird vom FSB verdächtigt, zwischen 2017 und 2018 über Mittelsmänner geheime Informationen an Kiew weitergegeben zu haben. Ein ukrainischer Staatsbürger sei ebenfalls festgenommen worden. Kontaktperson der Agenten soll demnach ein bereits identifizierter Oberst des ukrainischen Militärgeheimdienstes gewesen sein.

Die Russin sei Mutter von minderjährigen Kindern, weshalb man von einer Inhaftierung abgesehen und die Frau vorerst unter Hausarrest gestellt habe.

2020 zog der FSB bereits mehrere mutmaßliche Terroristen aus dem Verkehr. So wurde im Januar ein Einwohner auf der Krim festgenommen, der im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes ein Lager für Sprengstoffvorräte angelegt habe soll. Im Februar teilte der FSB mit, zwei geplante Terroranschläge in der Hafenstadt Kertsch vereitelt zu haben. Anschlagsziele sollen Bildungseinrichtungen gewesen sein.

Der ukrainische Geheimdienst SBU will am vergangenen Dienstag einen russischen Spion in den eigenen Reihen enttarnt und festgenommen haben. Die Beziehungen zwischen Kiew und Moskau sind seit dem Beitritt der Krim zu Russland im Jahr 2014 und den bürgerkriegsähnlichen Zuständen in der Ostukraine äußerst belastet.  

mka/gs/dpa/sna

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