Mehrere italienische Bürger haben das Büro von RIA Novosti in Rom besucht, um sich danach zu erkundigen, ob in Russland tatsächlich „ein Wundermittel gegen Coronavirus“ existiert.

Das Video, das sich rasch in Italien verbreitet hatte, wurde am Wochenende von zwei italienischen Touristen im Moskauer Flughafen Scheremetjewo gemacht.

Beide Italiener besuchten eine Apotheke im Flughafen und baten die Mitarbeiterin auf Englisch, ihnen mehrere Packungen „Arbidol“ zu verkaufen. Danach zeigten die glücklichen Touristen das Medikament vor der Kamera und sagten, dass sie jetzt wüßten, warum in Italien so viele Menschen an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben sind.

„Wir haben dieses Medikament nicht, aber sie haben es“, sagte einer der beiden Touristen.

Anscheinend waren die beiden davon überzeugt, dass die bisher geringe Anzahl von Covid-19-Fällen in Russland auf „Arbidol“ zurückzuführen sei. Auf jeden Fall nannten die Touristen dieses Medikament „das berühmte Mittel gegen alle Coronaviren“ und betonten, dass sie gehört hätten, dass man es in Russland seit langem verwende.

Zuvor stellte das russische Antimonopolamt fest, dass die Werbung von „Arbidol“ gegen das russische Gesetz über die Werbung verstoße, weil diese Arznei als wirksames Mittel gegen eine neue Art von Coronavirus bezeichnet worden sei.

Nach jüngsten Angaben wurde das Virus SARS-CoV-2 weltweit bei mehr als 160.000 Menschen nachgewiesen. Am stärksten betroffen sind China, Südkorea, Italien und der Iran. Am 10. März hatte die italienische Regierung die Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit wegen der Coronavirus-Krise auf das ganze Land ausgeweitet. Auch andere EU-Länder haben inzwischen drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus ergriffen.

Das Robert Koch-Institut meldete am Tag zuvor 6.012 laborbestätigte Covid-19-Fälle in Deutschland.

ac/mt

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