In Russland hat man mit der Erprobung von Impfstoffen gegen das Corona-Virus begonnen. Das teilten russische Behörden mit. Fachleute erwarten, dass die Einführung eines Impfstoffs im vierten Quartal dieses Jahres möglich sein könnte.

Der russische Föderale Dienst für die Aufsicht im Bereich Verbraucherschutz und Schutz des menschlichen Wohlergehens (kurz: Rospotrebnadsor) hat mitgeteilt, dass Russland mit der Erprobung von Impfstoff-Prototypen gegen das neue Corona-Virus begonnen hat.

In China stark nachgefragt: Das kubanische Medikament Interferon Alfa 2B Humano Recombinante.

Sie wurden „in kürzester Zeit“ am Staatlichen Forschungszentrum für Virologie und Biotechnologie „Wektor“ auf sechs verschiedenen technologischen Plattformen entwickelt. Wissenschaftler haben bereits „mit Immunogenitätsstudien an empfindlichen Labortieren, einschließlich niederer Primaten, begonnen“, schreibtRIA NOWOSTI.

Den Wissenschaftlern wurde die Aufgabe gestellt, die vielversprechendsten und sichersten Prototypen zu entwickeln, die die Bildung einer zellulären und humoralen Immunantwort gewährleisten. Außerdem müssen auch die Zusammensetzung, die Dosis und der Verabreichungsweg bestimmt werden.

Fachleute erwarten, dass die Einführung eines Impfstoffs im vierten Quartal dieses Jahres möglich sein könnte.

Am Freitag konkretisierte der russische Regierungschef Michail Mischustin gegenüber TASS, dass dabei sechs verschiede Arten von Impfstoffen getestet wurden. Die Arbeit an den Vakzinen sei „rund um die Uhr“ geführt worden. Laut Mischustin soll die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe in nächster Zeit bestätigt werden, sodass sie möglichst bald zur Vorbeugung und Kontrolle der Krankheit eingesetzt werden können.

Entschlüsselung des Virusgenoms

Am Tag zuvor erklärte das Gesundheitsministerium, dass russische Wissenschaftler das Genom des Corona-Virus vollständig entschlüsselten. Die Arbeit wurde am Sankt Petersburger Forschungsinstitut für Influenza durchgeführt.

Spezialisten gelang es, das komplette Genom aus dem Biomaterial einer infizierten Patientin aus Russland zu isolieren. Es wird erwartet, dass die gewonnenen Informationen zur Entwicklung von Impfstoffen und antiviralen Medikamenten für die Behandlung von COVID-19 beitragen werden.

Aktuelle Situation

Am 11. März erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch des Corona-Virus COVID-19 zu einer Pandemie. Weltweit wurden in 166 Staaten insgesamt mehr als 210.000 Menschen infiziert, rund 9.000 starben.

In Russland wurden nach jüngsten Daten 199 Fälle registriert, neun davon wurden geheilt. Im Land herrschen bis zum 1. Mai begrenzte Einreiseregelungen für Ausländer und Staatenlose sowie eine hohe Alarmbereitschaft.

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