Obwohl Russland bisher vergleichsweise wenige Corona-Fälle hat, hatte Putin per Erlass eine arbeitsfreie Woche verfügt, die Gehälter sollen dabei weiter gezahlt werden. In einer Ansprache an die Nation am vergangenen Mittwoch erklärte er, dass die Maßnahme die Ausbreitung des Coronavirus im Land eindämmen solle. 

In Moskau und im Umland darf man ab Montag sogar die Wohnung nur zum Einkaufen, für den Gang zur Apotheke und in einigen anderen Ausnahmefällen verlassen. Laut Putins Sprecher Dmitri Peskow besteht das Ziel darin, Kontakte zwischen den Menschen zu minimieren. Heimarbeit werde begrüßt.

„Wir gehen davon aus, dass die Heimarbeiter weiter von zu Hause aus arbeiten werden“, äußerte Peskow.

Obwohl die Corona-Ferien auch für die Hochschulen gelten, dürfen Dozenten und Studenten auf freiwilliger Basis den Unterricht digital fortsetzen. Auch der Kreml würde es gutheißen, wenn an Schulen und Hochschulen Fernunterricht organisiert würde, sagte Peskow.

„Es ist nicht das Ziel, den Bildungsprozess zu stoppen. Wenn man im Fernunterricht oder per Videokonferenz weitermacht, ist das begrüßenswert.“

Lebensmittelgeschäfte, der öffentliche Nahverkehr, Medien, Banken, Rentenfonds, soziale und andere Einrichtungen sind von den Ferien ausgenommen, ebenso wie wichtige Berufe wie Ärzte oder Apotheker. Für ihre Kinder werden an Schulen spezielle Gruppen organisiert, in denen in kleinem Kreis weiter gelernt wird.

Russland hat bisher (Stand Sonntag) 1534 registrierte Corona-Fälle, acht Menschen sind gestorben, 64 weitere genesen. Weltweit zählt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mehr als 638.000 Infektionen und über 30.000 Todesfälle.
leo/ip

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