Moskau hat Maßnahmen ergriffen, um die heimische Tourismusindustrie in Zeiten der COVID-19-Pandemie zu unterstützen. Fast 43 Millionen Euro sollen aus dem Reservefonds dazu eingesetzt werden, die Verluste der Unternehmen in der Branche zu verringern.

Die russische Regierung hat bis zu 3,5 Milliarden Rubel (fast 43 Millionen Euro) aus dem Reservefonds bereitgestellt, um Reiseveranstaltern einen Teil der durch das Corona-Virus verursachten Verluste zu erstatten. Eine entsprechende Information wurde auf der Website der Regierung veröffentlicht.

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Die Mittel werden für die Rückerstattung von Ausgaben verwendet, die bei der Umsetzung bestimmter Maßnahmen entstanden sind. Zu diesen Maßnahmen zählen Dienstleistungen im Bereich des internationalen Tourismus, die aufgrund der Einschränkungen in Bezug auf die Corona-Pandemie nicht realisiert werden konnten. Ebenfalls abgedeckt ist die Beteiligung an Rückführungen russischer Touristen aus Ländern mit einer ungünstigen Situation im Zusammenhang mit der Pandemie.

Die Föderale Agentur für Tourismus wird die Verwendung dieser Haushaltsmittel überwachen und vor dem 1. Oktober 2020 einen Bericht vorlegen. Die Leiterin der Tourismusbehörde Sarina Dogusowa erklärte:

Wir erwarten, dass die bereitgestellten Subventionen es uns ermöglichen werden, zumindest einen Teil der Kosten zu kompensieren und unsere Verpflichtungen gegenüber den Touristen zu erfüllen. Der Lufttransport macht durchschnittlich 50 Prozent der Kosten des Reisepakets aus, so dass diese Maßnahme die Unternehmen in dieser schwierigen Situation unterstützen wird.

Laut dem Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht die staatliche Hilfe es den Reiseveranstaltern, die Rückgabe der Mittel an die Touristen für abgesagte Reisen zu beschleunigen.

Ein Lebensmittelkurier auf einer leeren U-Bahn-Rolltreppe in Moskau

Dogusowa fügte hinzu, dass ihre Agentur ein Programm zum Wiederaufbau der Tourismusindustrie erarbeite:

Jetzt entwickeln wir zusammen mit der Branche ein Programm zur Wiederherstellung der Tourismusindustrie, sobald sich die Situation normalisiert hat.

Insbesondere werden Maßnahmen zur Förderung des nationalen und internationalen Tourismus diskutiert, fügte die Beamtin hinzu. Der Rückgang der Auslastung in Hotels in einigen Regionen erreiche 95 bis 100 Prozent.

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