„Die Verhandlungen mit türkischen Kollegen in Ankara waren konstruktiv“, hieß es aus dem russischen Verteidigungsamt. „Ihre Ergebnisse erlauben es, alle Vereinbarungen zur Deeskalationszone Idlib, die die Präsidenten Russlands und der Türkei am 5. März in Moskau getroffen haben, umzusetzen.“

Schon am Sonntag sollen Vertreter aus beiden Staaten entlang der wichtigen Autostraße М4 auf Streife gehen.

Eskalation in Idlib

Die Lage in der syrischen Provinz Idlib hatte sich verschärft, nachdem die Terrormiliz Hayat Tahrir al-Sham * am 27. Februar eine großangelegte Offensive gegen Stellungen der syrischen Regierungstruppen gestartet hatte. Von dem Gegenfeuer der Regierungsarmee waren neben den Terroristen auch türkische Armeeangehörige betroffen, die es in der Region eigentlich nicht hätte geben dürfen. 36 türkische Soldaten starben, weitere 30 wurden verletzt.

Daraufhin startete die Türkei mit „Frühlingsschild“ eine neue militärische Operation im Nordwesten Syriens.

Russland macht die Türkei für die Zuspitzung der Lage in Idlib verantwortlich, die ihren Verpflichtungen aus dem russisch-türkischen Memorandum von 17. September 2018 nicht nachgekommen sein soll. So habe es die Türkei nicht geschafft, die bewaffneten Oppositionellen, die zu einem Dialog mit der syrischen Regierung bereit sind, von den Terroristen abzugrenzen.

Am 5. März haben der russische Präsident, Wladimir Putin, und sein türkischer Amtskollege, Recep Tayyip Erdogan, nach mehrstündigen Verhandlungen in Moskau eine Vereinbarung zu Syrien unterzeichnet. Darin bekräftigen sie ihr Bekenntnis zum „Astana-Format“, rufen eine Feuerpause aus und einigen sich auf gemeinsame Patrouillen entlang der wichtigen Verkehrsader М4, die von Kämpfern kontrolliert wird.

leo/ae

* Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten.

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