Im Hinblick auf die aktuellen Kontakte Russlands zur Nato sagte Fomin unter anderem: „Wir haben nie auf einen Dialog sowohl mit dem Westen als auch mit dem Osten verzichtet. Wir wirken bei allen Schlüsselfragen zusammen, die ein gegenseitiges Interesse darstellen.“

„Wir versuchen, gemeinsame Anknüpfungspunkte zu finden. Beispielweise haben wir auf eigene Initiative die Militärübungen unmittelbar nahe Russlands Grenzen zu den westlichen Staaten gestoppt“, erläuterte er weiter.

Ferner betonte der Generaloberst: „Unsere Luftwaffe fliegt über dem Baltikum mit eingeschalteten Transpondern (zur Identifizierung von Flugzeugen – Anm. d. Red.).“

„Wir zeigen unbegrenzte Transparenz bei der Durchführung von Militärmaßnahmen“, so der russische Vizeverteidigungsminister.

Nato-Politik gegenüber Russland

Jedoch sei die Allianz nicht bereit, reale Schritte zur Reduzierung der Spannung in Europa zu unternehmen. Die Nato-Politik gegenüber Russland, die auf konzeptuellem Niveau als „Politik der Eindämmung und des Dialogs“ formuliert wurde, erweist sich Fomin zufolge als absurd.

Russland übermittele den Partnern ständig seine Position: Die Nato-Osterweiterung, die Vergrößerung der Militärinfrastruktur entlang unserer Grenzen, die Schaffung des sogenannten Militär-Schengen in Europa, die Stationierung der Raketenabwehr vor dem Hintergrund der Reduzierung der Militärkontakte führe nur zur Eskalation der Spannung. „Besonders an der Berührungslinie Russland-Nato“, sagte Fomin.

Russland registriert in den letzten Jahren eine präzedenzlose Aktivität der Nato an seinen Westgrenzen. Die Nato erweitert Initiativen und nennt dies „Zügelung der russischen Aggression“. Moskau hatte mehrmals seine Besorgnis wegen der Verstärkung der Kräfte der Allianz in Europa geäußert. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten hatte zuvor erklärt, dass Russland für niemanden eine Gefahr darstelle, allerdings werde es für seine Interessen gefährliche Handlungen nicht außer Acht lassen.

ak/sb

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