Schoigu und al-Assad besprachen der Behörde zufolge die Aufrechterhaltung einer beständigen Waffenruhe in der Deeskalationszone von Idlib sowie die Stabilisierung der Lage in anderen Regionen Syriens.

Darüber hinaus seien unterschiedliche Aspekte der militärischen Zusammenarbeit zwischen Moskau und Damaskus bei der gemeinsamen Bekämpfung von internationalen Terrorgruppen Gesprächsstoff gewesen.

„Die Themen der humanitären Hilfe Russlands für die syrische Bevölkerung, die unter den Strafsanktionen westlicher Länder leidet, und des Wiederaufbaus des wirtschaftlichen Potenzials der Syrischen Arabischen Republik mit Hilfe russischer Fachleute wurden angesprochen.“

Kampfflugzeuge Suchoi Su-35S der russischen Streitkräfte hätten die Sicherheit von Schoigus Flug gewährleistet.

Eskalation in Idlib

Die Lage in der syrischen Provinz Idlib hatte sich verschärft, nachdem die Terrormiliz Hayat Tahrir al-Sham* am 27. Februar eine großangelegte Offensive gegen Stellungen der syrischen Regierungstruppen gestartet hatte. Von dem Gegenfeuer der Regierungsarmee waren neben den Terroristen auch türkische Armeeangehörige betroffen, die eigentlich nicht in der Region hätten sein sollen. 36 türkische Soldaten starben, weitere 30 wurden verletzt.

Daraufhin startete die Türkei mit „Frühlingsschild“ eine neue militärische Operation im Nordwesten Syriens.
Russland macht die Türkei, die ihren Verpflichtungen aus dem russisch-türkischen Memorandum von 17. September 2018 nicht nachgekommen sein soll, für die Zuspitzung der Lage in Idlib verantwortlich. So habe die Türkei es nicht geschafft, die bewaffneten Oppositionellen, die zu einem Dialog mit der syrischen Regierung bereit sind, von den Terroristen abzugrenzen.

Am 5. März hatten der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan nach mehrstündigen Verhandlungen in Moskau eine Vereinbarung zu Syrien unterzeichnet. Darin bekräftigten sie ihr Bekenntnis zum „Astana-Format“, riefen eine Feuerpause aus und einigten sich auf gemeinsame Patrouillen entlang der wichtigen Verkehrsader М4, die von Kämpfern kontrolliert wird.

*Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

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