Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt. Damit solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Schulen und Kitas sollen ab kommendem Montag geschlossen bleiben. Dies geschehe aufgrund der Situation des Saarlandes als Grenzland, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zu Freitag mit. Am Freitag berät im Saarland die Ministerkonferenz über das weitere Vorgehen. Die Minister treffen sich in einer außerordentlichen Sitzung. Wie es um die Abiturprüfungen im Saarland steht, sei im Vorfeld der Sitzung noch nicht klar, teilte ein Sprecher der dpa am Freitag mit.

Bayern, Baden-Württemberg und NRW

Wegen der Coronavirus-Krise schließt auch Bayern ab Montag alle Schulen. Bis zum Beginn der Osterferien am 6. April werden alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr.

Am Freitag will auch Baden-Württemberg über landesweite Schulschließungen entscheiden. Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es Beratungen des Kabinetts. Bei der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag waren großflächige Schulschließungen zunächst nicht geplant worden. Die Konferenz schließe jedoch eine derartige Maßnahme nicht aus, sagte die Vorsitzende, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD).

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstagabend gesagt, Menschen sollten wo immer möglich auf Sozialkontakte verzichten. Eine vorübergehende Schließung von Kindergärten und Schulen etwa durch das Vorziehen der Osterferien sei eine Option.

„Es braucht jetzt Entscheidungen mit klarem Kopf, die unweigerlich auch eine Einschränkung des öffentlichen Lebens mit sich bringen“, teilte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) mit.

Das Saarland stehe mit seiner direkten Nähe zu den Nachbarländern Frankreich und Luxemburg ebenso wie andere Grenzländer innerhalb Deutschlands vor besonderen Herausforderungen. In Haut-Rhin im nahe gelegenen Risikogebiet Grand Est seien bis Donnerstag mit 359 infizierten Personen rund 61 Prozent der bestätigten Infektionen der Region aufgetreten, teilte die französische Botschaft in Deutschland mit.

Halle schließt ab Freitag alle Schulen und Kindergärten

Zuvor war berichtet worden, dass die sachsen-anhaltinische Stadt Halle (Saale) ab Freitag für zwei Wochen alle dortigen Schulen, Kitas und Kindergärten schließt. Die Stadtverwaltung nennt als Grund für die am Donnerstag verkündete Entscheidung den neuartigen Coronavirus (Covid-19). Damit ist Halle Deutschlands erste Großstadt, die solche Maßnahmen ergreift.

ai/dpa

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