Schatz, wir müssen reden: US-Bürgermeister will Corona-Partys unterbinden und überführt eigene Frau (Symbolbild)

Das Oberhaupt einer US-Stadt wollte das kollektive Bewusstsein seiner Mitbürger für soziale Distanzierung in Zeiten der Corona-Krise schärfen und ordnete die Polizei an, härter gegen das Nachtleben durchzugreifen. Bei einer solchen Party wurde auch seine eigene Frau erwischt.

In der vergangenen Woche rief Brant Walker, der Bürgermeister von Alton im US-Bundesstaat Illinois, die Stadteinwohner eindringlich dazu auf, die Quarantänevorschriften einzuhalten und zu Hause zu bleiben. Da die Einwohner am Ende aber doch nicht auf Partys und Massenversammlungen verzichten wollten, musste Walker schließlich die Ordnungshüter einschalten.

In der Nacht zum Sonntag wurde bei einer Polizeikontrolle eine Bar dichtgemacht, die trotz des Verbots weiterhin Besucher empfing. Zur Überraschung des Bürgermeisters befand sich unter anderen Quarantänebrechern auch seine eigene Ehegattin, wie CNN berichtete

Walker bekannte sich zu dem Vorfall in seinem Facebook-Profil, wobei er darauf beharrte, dass gegenüber seiner Frau keinerlei Nachsicht geübt und sie „genauso wie alle anderen behandelt“ werden soll, die gegen die Vorschriften verstoßen haben. Er fügte hinzu:

Meine Frau ist ein erwachsener Mensch und in der Lage, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. In diesem Fall hat sie einen erstaunlichen Mangel an Urteilsvermögen an den Tag gelegt. Jetzt trägt sie für ihre unbedachte Entscheidung die gleichen Konsequenzen wie die anderen Personen, die bei diesem Vorfall gegen die Ausgangssperre verstoßen haben.

Das Oberhaupt von Alton zeigte sich „beschämt“ über den Frevel seiner Partnerin und entschuldigte sich anschließend vor seinen Mitbürgern für das Geschehene. Nun drohen allen Partygästen aus der Bar einschließlich der Frau des Bürgermeisters ein Bußgeld in Höhe von 2.500 Dollar und bzw. oder Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr.  

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