Seehofer habe Bundespolizei-Präsident Dieter Romann am Donnerstag angewiesen, die Kontrollen an allen Binnengrenzen „noch einmal deutlich zu intensivieren“, sagte Ministeriumssprecher Steve Alter am Donnerstag. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über die zusätzlichen Kontrollen berichtet.

Der Krisenstab der Bundesregierung, dem Vertreter von Gesundheitsministerium und Innenministerium angehören,  hatte am Dienstagabend eine Intensivierung der Kontrollen angekündigt, insbesondere an den Südgrenzen.

Wie die „Bild“-Zeitung  schreibt, hatte die Bundespolizei bereits zuvor ihre Maßnahmen verschärft und schon nach der Sitzung des Krisenstabs am 28. Februar  ihre Kontrollen im 30-km-Grenzraum verstärkt. Die Kontrollen werden aktuell aber noch einmal intensiviert.

Zudem habe die Bundespolizei veranlasst, dass in allen Zügen im Regional- und Fernverkehr sogenannte „Aussteigekarten“ auszufüllen seien, wenn dort Corona-Verdachtsfälle festgestellt würden. Die Bahnunternehmen würden verpflichtet, Passagiere mit den üblichen Symptomen einer Coronavirus-Erkrankung direkt den Behörden zu melden.

Die Beförderungsunternehmen wurden laut Bundesinnenministerium außerdem verpflichtet, an alle Reisenden im grenzüberschreitenden Verkehr (Flug, Schiff, Bahn, Bus) Informationen zur Krankheitsvorbeugung zu verteilen.

Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation hatte am Mittwoch die Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 als Pandemie eingestuft.

Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 wurde im Dezember erstmals in China entdeckt und hat sich seitdem über den Globus verbreitet. In Europa ist vor allem Italien von dem Ausbruch betroffen. In Deutschland sind laut dem Robert-Koch-Institut (Stand 11. März) 1567 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert worden und drei Patienten daran gestorben.

sm/gs/dpa

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