Das Außenministerium hat demnach eine Note an Russlands Botschaft gerichtet, die zur sofortigen Rückgabe des Eigentums Polens – der Wrackteile des Flugzeuges Tu-154M – aufruft.

„(…) Keine Norm des internationalen Rechts ist Grundlage dafür, dass Russland das Eigentum Polens weiter behält“, heißt es in einer entsprechenden Twitter-Mitteilung des Ministeriums.

Polen fordert Herausgabe des Flugzeugwracks

Polen verlangt ständig von Moskau die Herausgabe des Wracks. Der russische Botschafter in Polen, Sergej Andrejew, teilte zuvor mit, dass die Wrackteile in Russland bleiben würden, da die polnische Seite die Ermittlung noch nicht abgeschlossen hätte und die Wrackteile laut russischer Gesetzgebung bis zum Abschluss aller prozessualer Handlungen den russischen Ermittlern zur Verfügung stehen sollten. 

Flugzeug-Katastrophe

Die nationalkonservative PiS-Regierung in Polen und PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski vertreten die These, dass der Absturz am 10. April 2010 mit 96 Toten ein Anschlag war. Lech und Jaroslaw Kaczynski waren Zwillinge. Russland weist diesen Vorwurf entschieden zurück und verweist auf einen Fehler der Piloten.

Die Tu-154 des damaligen polnischen Präsidenten Lech Kaczynski war am 10. April 2010 beim Landeanflug bei Smolensk abgestürzt. An Bord befanden sich insgesamt 96 Personen – 88 Fluggäste und acht Besatzungsmitglieder. Sie waren auf dem Weg zu Trauerveranstaltungen im russischen Dorf Katyn. Alle Insassen der polnischen Regierungsmaschine kamen ums Leben.

ak/sb/sna

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