„Wir stehen an einer Wegscheide“, so Steinmeier. Man müsse sich entscheiden, ob die Welt nach der Krise eine egoistische oder eine solidarische sein solle. Das gelte auch für die Außenpolitik.

„Dreißig Jahre nach der Deutschen Einheit, 75 Jahre nach dem Ende des Krieges sind wir Deutsche zur Solidarität in Europa nicht nur aufgerufen – wir sind dazu verpflichtet“, so der Bundespräsident weiter. 

„Eine Prüfung der Menschlichkeit“ 

Steinmeier widersprach dem amerikanischen und dem französische Präsidenten, die die Versuche zur Eindämmung des Virus mit einem „Krieg“ verglichen hatten. „Nein, diese Pandemie ist kein Krieg“, betonte der Bundespräsident. „Nationen stehen nicht gegen Nationen.“ Die Pandemie sei eine Prüfung der Menschlichkeit.

„Sie ruft das Schlechteste und das Beste in den Menschen hervor. Zeigen wir einander doch das Beste in uns.“ Dies sei Solidarität. Alles Wissen, alle Forschung zu Impfstoff und Therapien müsse in einer globalen Allianz mit den ärmsten Länder geteilt werden, sagte das Staatsoberhaupt.

Corona-Hilfen für Euro-Staaten

Die Euro-Finanzminister hatten am Freitag ein 500 Milliarden Euro schweres Rettungspaket für angeschlagene Euro-Staaten beschlossen. Dem waren lange und schwierige Verhandlungen vorausgegangen. 

pd/sb/rtr

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