Im Land ist für den heutigen Tag Staatstrauer angeordnet. Am Tienanmen-Platz in Peking und über allen Regierungsgebäuden im Land wie auch über allen Botschaften und Konsulaten Chinas im Ausland sind die chinesischen Staatsflaggen auf Halbmast gesetzt. Alle Unterhaltungsveranstaltungen in China sind abgesagt.

An der offiziellen Trauerzeremonie in der Staatsresidenz Zhongnanhai haben die ranghöchsten Vertreter der Partei- und der Staatsführung teilgenommen, darunter der Vorsitzende der VR China, Xi Jinping, der Vize-Vorsitzende des Landes, Wang Qishan, und der Premier des Staatsrates, Li Keqiang.

Um 10.00 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr MEZ) ertönte ein Luftalarmsignal. Darauf wurden die Opfer der Epidemie mit drei Schweigeminuten geehrt.

Die chinesischen Behörden haben wiederholt darauf verwiesen, dass die COVID-19-Epidemie die schwerste Notstandssituation in der VR China seit deren Gründung im Jahr 1949 gewesen ist.  

Die Staatstrauer für die COVID-19-Opfer fällt zeitlich mit dem traditionellen Gedenktag für die Toten zusammen. An diesem Tag werden Trauerrituale vollzogen und die Gräber der verstorbenen Angehörigen besucht. Wegen der Epidemie haben die Behörden die Bürger des Landes aufgefordert, an diesem Tag zu Hause zu bleiben.

Zuvor hatte die Regierung der chinesischen Provinz Hubei, die als Herd der Coronavirus-Infektion gilt, beschlossen, 14 Ärzte, die bei der Bekämpfung der Krankheit starben, mit dem Titel „Gefallener Held“ zu würdigen.

Die chinesischen Behörden hatten am 31. Dezember 2019 die Weltgesundheitsorganisation über den Ausbruch einer Lungenkrankheit mit unbekannter Ursache informiert. Fachleute ermittelten den Krankheitserreger. Die Pneumonie erhielt später die Bezeichnung COVID-19.

ls/gs

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