Der Entscheidung des Schiedsgerichts zufolge müsse der russische Monopolist die Preise rückwirkend ab November 2014 senken, teilte das Unternehmen in der polnischen Hauptstadt mit. Nach Schätzungen von PGNiG muss Gazprom einen Betrag von 1,5 Milliarden US-Dollar zurückerstatten. Gazprom-Export bestätigte, dass es eine Entscheidung gegeben habe, enthielt sich aber jeglichen Kommentars.

Polen beklagt zu hohe Preise für russisches Gas

PGNiG hatte das Schiedsgericht angerufen, weil der Preis für die Energielieferungen an Polen die Gazprom-Tarife für andere europäische Länder deutlich überstiegen habe. „Das Urteil bedeutet, dass die Preise für russisches Gas zu hoch und nicht marktgerecht waren“, sagte PGNiG-Chef Jerzy Kwiecinski laut Nachrichtenagentur PAP.

…und kündigt Liefervertrag mit Russland

Bereits im November hatte PGNiG mitgeteilt, dass es seinen Vertrag über Gaslieferungen aus Russland nicht über die gegenwärtige Laufzeit bis Ende 2022 hinaus verlängern wolle. Zur Begründung hieß es, die Gasversorgung Polens werde immer stärker diversifiziert. Unter anderem will Polen die Eigenversorgung mit verflüssigtem Erdgas (LNG) ausbauen und hat von Norwegen Rechte für die Gasförderung in der Nordsee erworben.

am/ta

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