Nicht nur bei den stark geförderten Elektroautos seien eher knappere Lagerbestände und lange Lieferfristen zu beobachten.

Die bei Internet-Angeboten ausgewiesenen Rabatte für die 30 populärsten Modelle gingen der Studie zufolge leicht auf 19,5 Prozent des ursprünglichen Listenpreises zurück. Gleichzeitig meldeten Hersteller und Händler aber einen vom Vormonat um 1,6 Punkte gestiegenen Anteil von 23,8 Prozent der Neuwagen auf eigene Rechnung an.

Solche Autos werden in der Regel nach kurzer Zeit zu so genannten Hauspreisen in den Markt gedrückt. Die Preise für die neuartigen Auto-Abos einschließlich Wartung und Versicherungen blieben weitgehend stabil. Im Vergleich zu den Vorjahren seien die Preisnachlässe auf einem niedrigeren Niveau.

Dudenhöffer rechnet mit einem weiteren Stellenabbau bei den Herstellern, die derzeit noch das Kurzarbeitergeld nutzten, um die Kosten abzufedern. Anschließend werde man in die Abfindungsprogramme gehen oder gar zu betriebsbedingten Kündigungen schreiten. „Das Klima wird härter“, folgert Dudenhöffer.

Aufwärtsentwicklung gestoppt

Das Handelsblatt hatte unter Berufung auf das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) berichtet, dass im August auf Deutschlands Straßen 251.000 neue Pkws zugelassen worden seien. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeute das ein Minus von 20 Prozent. Im Juli habe das Minus nur noch fünf Prozent betragen.

Wegen der Corona-bedingten Zwangspausen in Produktion und Verkauf sei der Einbruch für die deutsche Automobilbranche im April am stärksten gewesen. Im Frühjahr sei die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im Jahresvergleich um mehr als 60 Prozent eingebrochen. Danach sei es Monat für Monat wieder aufwärts gegangen.

leo/dpa/ae

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