Die Vorbestellung der Karten für die Spielsaison 2020 war schon im Herbst möglich. Manche Besucher hätten sich in den letzten Tagen erkundigt, ob die Bayreuther Festspiele stattfinden können, so die Verlautbarung aus Bayreuth. „Aber es gab noch keine Stornierungswelle“, hieß es weiter. Der Online-Sofortkauf der Tickets werde allerdings sicherheitshalber von Ende März auf Ende Mai verschoben. Die Festspiele würden am 25. Juli starten und in diesem Jahr mit „Die Meistersinger von Nürnberg“ unter der Regie des Australiers Barrie Kosky eröffnet.

„Kein Grund zur Panik“ – Desinfektionsbad für das Haus

Die szenischen Proben für die Festspiele beginnen regulär im Mai, die technischen Proben kurz zuvor. Das Festspielhaus auf dem „Grünen Hügel“ solle dafür öfter gereinigt und desinfiziert werden. „Es gibt keinen Grund zur Panik“, erklärte das Pressebüro.

Lieblingskulturereignis der „Wagnerianer“ in Bayreuth

Bei den Bayreuther Festspielen handelt es sich um das bedeutendste deutsche Musikfestival und ist einzig und allein dem Werk des Komponisten Richard Wagner gewidmet. Es war seinerzeit schon das Lieblingskulturereignis von Adolf Hitler. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ist „Wagnerianerin“ und führt die Premierengästeliste regelmäßig an.

Salzburger Festspiele – Ostern, Pfingsten und Sommer

Die Salzburger Festspiele in Österreich als bedeutendstem Theater- und Musikfestival der Welt wiederum hatten sich zunächst als Beitrag zur dringend notwendigen Eindämmung des Coronavirus dazu entschlossen, alle Büros und Werkstätten vorerst bis zum 22. März zu schließen. Man hoffte, damit zunächst dazu beizutragen, das 100-Jahr-Jubiläum mit Pfingst- und Sommerfestspielen feiern zu können, so die Verlautbarung aus Österreich.

Mittlerweile wurde die Undurchführbarkeit der zeitlich vorgelagerten Osterfestspiele Salzburg 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie mitgeteilt – „auf Basis der bestehenden Rechtslage und der Entwicklung der letzten Tage sowie der seriösen Erwartungen für die nächste Zukunft“. Und auch, weil eine bescheidmäßige Untersagung behördlicherseits in Aussicht gestellt wurde.

ba/dpa

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