„Das ist ihr Gefängnis, es gibt mehrere Zellen – sowohl große, als auch kleine. Dort wurden sogar Frauen und Kinder, insgesamt mehr als 500 Menschen, festgehalten“, schilderte ein syrischer Militärangehöriger gegenüber russischen Journalisten vor Ort.

Überall lägen Dinge von Gefangenen und Overalls jener Menschen herum, die öffentlich hingerichtet werden sollten.

„Und das sind Gruben mit Kanaljauchen, wo jene hineingeworfen wurden, die als besonders gefährlich und schuldig galten“, erläuterte er.

„Scharia-Sittenpolizei“

Wie Ortsbewohner erzählten, hätten Extremisten das geringste Fehlverhalten bestrafen können. Dazu hätten die Verletzung der Sperrstunde, die Nichtzahlung von Schulden, das Erscheinen einer Frau mit unbedecktem Kopf in der Öffentlichkeit und sogar die Geringschätzung von Terroristen gezählt. Die sogenannte „Scharia- Sittenpolizei“ habe die Befolgung dieser Regeln überwacht.

„Scharia-Gericht“ 

In einem Wohnhaus gegenüber des Gefängnisses habe sich das sogenannte „Scharia-Gericht“ befunden. Bei der Flucht hätten die Terroristen das gesamte Archiv zurückgelassen. 

Wie der syrische Militär weiter ausführte, hätten Richter die Urteile nach eigenem Ermessen gefällt. Laut Augenzeugen diente öfters Lösegeld als Motiv für die Festnahme. Zudem müssten Strafen in US-Dollar gezahlt werden. 

Auf Unterlagen des „Gerichtes“ seien Stempel verschiedener Gruppierungen, darunter auch der „Dschabhat an-Nusra“*, entdeckt worden. Dank diesem Archiv sei es möglich, die Namen der vermissten Ortsansässigen zu finden, Verbrechen zu ermitteln und die Identität der Extremisten  festzustellen.   

*eine Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

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