Russlands Präsident Wladimir Putin und sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump führten am Montag ein Telefonat über die Lage auf dem Energiemarkt. Daraufhin erholte sich der Rohölpreis langsam von seinem tiefsten Stand seit 18 Jahren.

Der Rohölpreis hat sich am Dienstag von seinem tiefsten Stand seit 18 Jahren erholt, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin und sein US-Kollege Donald Trump Gespräche zur Stabilisierung der Energiemärkte vereinbart haben.

Der internationale Richtwert der Ölmarke Brent stieg um 1,5 Prozent auf 23,15 US-Dollar pro Barrel (Stand 08:06 MGZ). US West Texas Intermediate (WTI) stieg um sechs Prozent auf 21,19 US-Dollar pro Barrel. Sowohl Brent als auch WTI schlossen die vorangegangene Börsensitzung auf dem niedrigsten Stand seit dem Jar 2002 ab.

Nach Angaben des Kreml vereinbarten Trump und Putin am Montag in einem Telefongespräch, dass hochrangige Vertreter aus dem Energiesektor die Stabilisierung der Ölmärkte diskutieren werden. Edward Moya, leitender Marktanalyst beim Broker OANDA, sagte dazu gegenüber Reuters:

Die Ölpreise erholen sich von einem fast 18-Jahres-Tief, in der Hoffnung, dass die Bedenken über das Überangebot endlich eine gewisse Erleichterung erfahren könnten.

Ein Großteil der Aufmerksamkeit ist auf ein wichtiges Telefonat zwischen den Präsidenten der Vereinigten Staaten und Russlands gefallen.

Durch den größten Nachfragerückgang in der Geschichte nahm die Ölindustrie erheblichen Schaden. Die Ölpreise sanken im vergangenen Monat um mehr als die Hälfte. Die Unternehmen stellten infolge der COVID-19-Pandemie und der Meinungsverschiedenheit der OPEC+-Gruppe über die Produktionseinschränkungen ihre Produktion ein oder fuhren sie erheblich zurück. Im Jahr 2020 wird die weltweite Ölnachfrage nach Schätzungen von UBS pandemiebedingt um 1,2 Millionen Barrel pro Tag oder 1,2 Prozent sinken.

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