Laut der Tageszeitung „The Washington Post“ sind etliche Videodaten, darunter private Videogespräche, Geschäftsbesprechungen, Unterrichtsstunden und diverse Workshops, illegal ins Netz gelangt. Viele der Daten sollen Namen, Telefonnummern sowie andere sensible Informationen enthalten. Die Daten seien auf den Videoplattformen „YouTube“ und „Vimeo“ aufgetaucht.

Ende März berichtete Bloomberg, dass gegen Zoom wegen mutmaßlicher Weitergabe sensibler Nutzerdaten eine Klage in San Jose, Kalifornien eingereicht worden war. Bei dem Kläger soll es sich um eine Privatperson gehandelt haben, die behauptet hatte, Zoom würde Daten seiner Nutzer ohne deren Einverständnis sammeln und sie daraufhin an Dritte – darunter das Unternehmen „Facebook“ – weitergeben.

Das Unternehmen Zoom wurde 2011 gegründet und bietet Videokonferenzen, Online-Besprechungen sowie Chats an. Im Vergleich zum März dieses Jahres hätten die täglichen Besucherzahlen des Videodienstes mit rund 200 Millionen um das Zwanzigfache zugenommen.  

In diesem Jahr sind die Aktien von Zoom um mehr als das Doppelte gestiegen. Die Investoren gehen davon aus, dass Zoom zu den wenigen Unternehmen gehört, die während der Corona-Krise deutliche Gewinne erzielen werden. 

mka/gs

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