Während des Zweiten Weltkriegs sei Nicolini von den deutschen Besatzern in Rom festgenommen worden, hätte jedoch aus dem Gefängnis fliehen und sich den Partisanen anschließen können. In der Region Emilia-Romagna sei er als Bataillonskommandeur unter dem Rufzeichen „Teufel“ bekannt gewesen. Kurz nach Kriegsende sei der Partisan Bürgermeister von Correggio geworden.

1947 soll Nicolini zu Unrecht des Mordes an dem örtlichen Priester Umberto Pessina beschuldigt und zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt worden sein. Nach zehn Jahren im Gefängnis sei er vorzeitig freigelassen worden. Aber erst 1994 sei er vom Gericht völlig freigesprochen worden, als sich der wahre Mörder des Priesters schuldig bekannt hätte.

Wie Nicolini in einem seiner Interviews sagte, werde er „als Teil der Geschichte Italiens bezeichnet“: „Vielleicht ist es so“, aber es sei sicher, dass „ich zehn Jahre unschuldig im Gefängnis verbracht habe“ und „nicht aufgehört habe zu sein, wer ich bin – ein Antifaschist, Demokrat, Partisan des Widerstands“, so Nicolini. 

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