Es war der stärkste Verlust seit dem Börsencrash vom Oktober 1987.

Schon nach der Startglocke war der Verkaufsdruck so hoch, dass der Handel wie schon zu Wochenbeginn vorübergehend unterbrochen werden musste.

Der Dow fiel am Donnerstag auf das niedrigste Niveau seit Mitte 2017. Damit ist der sogenannte Bullenmarkt der vergangenen Jahre beendet.

In den zurückliegenden drei Wochen hat das Börsenbarometer gut 8000 Punkte oder mehr als ein Viertel verloren. Auch die Ankündigung stützender Maßnahmen gegen die Coronavirus-Krise durch die Europäische Zentralbank konnte den fortgesetzten Crash an den weltweiten Aktienmärkten nicht bremsen. Nach der Schlussglocke erklärte der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio den Ausnahmezustand in seiner Stadt.

Der marktbreite S&P 500 verlor am Donnerstag 9,5 Prozent auf 2480,64 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 9,3 Prozent auf 7263,65 Zähler ebenfalls steil abwärts.

Im Dow mussten Aktien von IBM, American Express, Walt Disney und Goldman Sachs Verluste von jeweils mehr als zehn Prozent hinnehmen. Die Kurse fielen auf Tiefstände seit mehreren Jahren.

Hilfsprogramm von Fed und EZB helfen nicht

Die New Yorker Zentralbank hatte am Donnerstag vergeblich versucht, den Kursverlust zu stoppen. Sie kündigte an, in dieser Woche 1,5 Billionen Dollar in die Finanzmärkte zu pumpen. Das führte aber nur zu einer kurzzeitigen Erholung der Aktienkurse. Das EZB-Hilfsprogramm blieb zunächst ebenfalls ohne Wirkung.

Das Coronavirus sorgt bei Anlegern weltweit für Panik und hat die Börsen auf Talfahrt geschickt. In Frankfurt am Main schloss der Deutsche Aktienindex (Dax) am Donnerstag mit einem Minus von 12,24 Prozent. Das war der stärkste Tagesverlust seit 1989. Seit Anfang des Jahres sackte der Dax damit um mehr als 30 Prozent ab.

Trump verhängt Einreisestopp für Europäer

US-Präsident Donald Trump hatte am Vorabend angekündigt, die Grenzen für Reisende aus Europa für 30 Tage zu schließen. ​In der vom Weißen Haus veröffentlichten Proklamation Trumps hieß es, Ausländer, die sich in den vorhergehenden 14 Tagen in den 26 Schengen-Staaten aufgehalten hätten, dürften nicht mehr in die USA einreisen.

Gleichzeitig warf Trump der EU vor, nicht genug gegen die Coronavirus-Krise getan zu haben. 

ta/dpa

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