Der 53-Jährige wollte es wissen und hat sich 8850 Meter – so hoch ist der Mount Everest – zum Ziel erklärt. Mit jedem Treppenaufstieg kam er seinem Ziel um 6,5 Meter näher. 1363 Mal wiederholte sich der ganze Spaß. Seinen Gipfel erklomm er innerhalb von drei Tagen und musste dafür insgesamt 40.846 Stufen bewältigen. Nach eigenen Aussagen soll er dadurch täglich 6000 Kalorien verbrannt haben. Bei den schwindelerregenden Zahlen macht selbst der Fitnesscoach von nebenan große Augen. Aber es drängt sich auch die Frage auf: Warum in aller Welt tut er sich das an? Griffin hatte einen guten Grund.

​Mit seiner Aktion habe er ein Zeichen in der Corona-Krise setzen wollen. Besonders wichtig seien ihm die Menschen im britischen Gesundheitssystem gewesen, die Tag für Tag gegen das Coronavirus kämpfen würden. An dieser Stelle verriet er, dass seine Frau auch Ärztin sei. Seine eigene Leistung sieht er bescheiden.

„Das was, ich gemacht habe, ist nichts im Vergleich zu dem, was die Mitarbeiter des Gesundheitssystems täglich im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie leisten“, so Griffin.

An seinem Gipfelsturm ließ er die Menschen in den sozialen Netzwerken teilhaben und machte daraus eine Spendenaktion, die Menschen in Not zugutekommen sollte.

Drei Tage lang ging es für Griffin früh am Morgen los – bis in die späten Abendstunden. Seinen Aufstieg unterbrach er nur alle „306 Meter“, um eine kurze  Verschnaufpause einzulegen, in der er etwas trank und aß. Nach seinem ersten Tag berichtete Griffin von den Tücken des Treppensteigens.

„Nach dem ersten Tag war ich ziemlich überrascht, wie schwer das ist. Es ist viel schwieriger, die Treppe herunterzusteigen als sie wieder hinaufzugehen. Denn das belastet die hinteren Beinmuskeln sehr, und die tun so weh“, sagte der 53-Jährige.

Übrigens war Griffin bei seiner Aktion nicht allein unterwegs – sein Hund Houndslow soll ihn zwischendurch begleitet haben. Laut dem Briten war der dritte Tag am härtesten. Neben Muskelkater habe er auch Schmerzen in seinem Knie verspürt. Daraufhin habe er sich um das leicht verstauchte Knie eine Tüte Erbsen aus der Tiefkühltruhe gewickelt.

Als es dann endlich geschafft war, bedankte sich Griffin bei seiner Familie, seinen Freunden und den Menschen, die ihn bei seinem Aufstieg unterstützt und Geld für einen guten Zweck gespendet hätten. Mit der Aktion sammelte der Brite insgesamt 2000 Pfund Sterling (rund 2278 Euro) ein, die er bereits an eine Wohltätigkeitsorganisation übergeben hat. Mit dem Treppensteigen sei vorerst Schluss, so Griffin, er werde für einige Zeit in sein Arbeitszimmer im Erdgeschoss ziehen.

mka/gs

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