„Ich erwarte, dass die Alliierten sich weiterhin dazu bekennen, mehr in unsere Sicherheit zu investieren“, sagte Stoltenberg am Donnerstag in Brüssel.

Ausgaben in die eigene Sicherheit würden sich auch in Situationen wie die Coronakrise bezahlt machen. In vielen Nato-Staaten würden die Streitkräfte die Zivilgesellschaft im Kampf gegen Covid-19 – etwa bei Grenzkontrollen oder durch Feldlazarette – unterstützen, sagte Stoltenberg.

Zugleich erkannte er an, dass die Coronavirus-Krise zumindest kurzfristig erhebliche Auswirkungen auf die Haushalte der Staaten haben werde.

Die Nato-Staaten hatten auf ihrem Gipfel in Wales 2014 beschlossen, sich in den nächsten zehn Jahren dem Ziel anzunähern, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Deutschland lag 2019 bei 1,38 Prozent und will bis 2024 1,5 Prozent erreichen. Vor allem US-Präsident Donald Trump hatte Deutschland immer wieder wegen zu geringer Verteidigungsausgaben kritisiert.

Coronavirus-Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 als Pandemie eingestuft. 
In Deutschland haben sich bisher (Stand Donnerstagmorgen) nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 10.999 Menschen mit dem Virus angesteckt. 20 sind gestorben. Besonders stark betroffen sind Nordrhein-Westfalen mit 3.033 Fällen (sechs Todesopfer),  Baden-Württemberg mit 2.155 (sechs) und Bayern mit 1.692 (acht) Fällen.

Weltweit sind bereits (Stand 18. März) über 200.000 Menschen in mehr als 160 Ländern infiziert worden, mehr als 8000 Infizierte sind gestorben.

sm/gs/dpa

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