Die Ausrufung des Notstands gibt Trump weitreichende Befugnisse. Die Maßnahme ermöglicht unter anderem den Zugriff auf einen Fonds mit Mitteln zur Katastrophenhilfe, den der Kongress mit 42,6 Milliarden Dollar (38,5 Milliarden Euro) ausgestattet hat. Demokraten im US-Senat hatten Trump am Mittwoch in einem Schreiben aufgefordert, einen Notstand auszurufen, um diese Mittel zugänglich zu machen.

Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde CDC wurden in den USA bislang mehr als 1600 Covid-19-Fälle registriert. Seit Mitte Januar kam es laut CDC allerdings erst zu weniger als 14 000 Tests. Zum Vergleich: Südkorea testet Medienberichten zufolge bis zu 20 000 Menschen am Tag. Angesichts der wenigen Tests in den USA dürfte die Dunkelziffer daher deutlich höher liegen. In den USA wurden laut CDC bislang mehr als 40 Tote wegen des Virus verzeichnet.

Trump soll auf Coronavirus getestet werden

Trump betonte während der Pressekonferenz, er weise keinerlei Symptome von Covid-19 auf. Er werde sich aber dennoch ziemlich bald „höchstwahrscheinlich“ testen lassen.

Zuvor war bekannt geworden, dass der Pressesprecher des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, Fabio Wajngarten, positiv auf Coronavirus getestet wurde. Wajngarten wohnte dem Treffen zwischen Bolsonaro und Trump am vergangenen Wochenende in Florida bei.

Bei dem brasilianischen Staatschef selbst wurde das Coronavirus offenbar nicht bestätigt.

ta/dpa

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