„Wir hatten ein sehr gutes Gespräch. Wollen wir mal sehen, was dabei herauskommt. Wie Sie wissen, sind die OPEC-Mitglieder heute zusammengekommen. Ich würde sagen, dass sie (OPEC) nahe daran sind, ein Abkommen zu schließen“, sagte Trump am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Eine definitive Entscheidung über das Abkommen der OPEC+ werde „heute oder morgen“ bekanntgegeben, ergänzte der US-Präsident.  

Sein Gespräch mit den ausländischen Staatschefs habe mehr als eine Stunde gedauert, fügte Trump hinzu. Er merkte an, dass die USA nicht an niedrigen Erdölpreisen interessiert seien, weil dies eine Weltrezession zur Folge haben könnte. „Wir haben ein herrliches Energiebusiness in den USA geschaffen. Wir haben Zehntausende Arbeitsplätze“, so Trump.

Nach stundenlangen Gesprächen hatten die OPEC+-Länder am Donnerstag in die Bedingungen eines neuen Deals über die Reduzierung der Ölförderung eingewilligt, für eine endgültige Vereinbarung fehlt aber die Zustimmung Mexikos. Die Deklaration sieht eine dreistufige Förderreduzierung ab Niveau Oktober 2018 vor. Die derzeit geförderte Menge soll zunächst im Mai und Juni um täglich zehn Millionen Barrel reduziert werden, wobei Moskau und Riad höchstens 8,8 Millionen Barrel pro Tag fördern sollen. Im Zeitraum von Juli bis Dezember 2020 sollen demnach pro Tag acht Millionen Barrel weniger als aktuell gefördert werden. Vom 1. Januar 2021 bis zum 30. April 2022 sollen es schließlich weitere sechs Millionen Barrel weniger sein. 

Wie Reuters unter Berufung auf eigene Quellen berichtet, haben die OPEC-Länder bei den Verhandlungen den Wunsch geäußert, dass Nichtmitglieder der Organisation wie die USA, Kanada, Norwegen und Brasilien zusammengenommen die Fördermenge um fünf Millionen Barrel pro Tag drosseln.

Die OPEC+-Länder hatten sich am 6. März nicht darauf einigen können, die Parameter des Deals über die Reduzierung der Ölförderung zu verändern. Auch wurde keine Einigung über eine Verlängerung des Abkommens erzielt. Infolge dessen wurden am 1. April die Einschränkungen für die Ölförderung in den Mitgliedsstaaten der geltenden Allianz aufgehoben. Dies hat nebst der Coronavirus-Pandemie einen Einbruch des Ölmarktes verursacht.
ls/sb

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