Wie das türkische Präsidentenbüro am Samstag mitteilte, hätten sich Präsident Erdogan und König Salman darauf geeinigt, Kanäle für den Dialog offenzuhalten, um die bilateralen Beziehungen zu verbessern und Streitfragen beizulegen. Darauf hätten sich Erdogan und Salman in einem Telefonat angesichts des G20-Gipfels verständigt.

Die führenden Wirtschaftsnationen kommen am Samstag und Sonntag per Videoschalte zu dem Gipfel zusammen. Ursprünglich wollten sich die Staats- und Regierungschefs erstmals in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad treffen. Allerdings sei dies wegen der anhaltenden Corona-Pandemie nicht möglich.

Die Beziehungen zwischen Ankara und Riad werden von einer Reihe strittiger Fragen belastet, darunter im Zusammenhang mit den Konflikten in Libyen und Syrien. Auch der Mord an dem saudischen Regimekritiker und Journalisten Jamal Khashoggi in der Türkei vor rund zwei Jahren hatte für Spannungen zwischen den beiden Ländern gesorgt. Khashoggi war am 2. Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul von einem Spezialkommando aus Riad getötet worden. Die saudische Regierung räumte den Mord erst auf internationalen Druck hin ein.

ac/mt/dpa

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