Infrastrukturobjekte in Russland könnten durch den Einsatz von Mehrfachraketenwerfern des Typs „Olcha“ vernichtet werden. „Im Fall einer russischen Offensive wird die ukrainische Seite diese Abschreckungswaffe einsetzen“, sagte er.

Chemiewerk Pawlodar

„Beim Chemiewerk Pawlodar handelt es sich um das ehemalige mechanische Werk als integrierter Bestandteil des Raketenbauers Juschmasch in Dnepropetrowsk“, teilte Generalleutnant Alexander Lusan, ehemaliger Vize-Befehlshaber der Luftabwehr des russischen Heeres, am Mittwoch dem Blatt „Moskowski Komsomolez“ mit. Dort habe sich auch das Konstruktionsbüro Juschnoje befunden.

„Die beiden Betriebe waren auf Entwicklung und Produktion ballistischer Interkontinentalraketen vom Typ ‚Wojewoda‘ spezialisiert, die im Westen als ‚Satan‘ bekannt waren. Diese Raketen sind immer noch (in Russland) im Dienst“.

Niedergang des ukrainischen Raketenbaus

Nach dem Zerfall der Sowjetunion habe sich die Ukraine die Produktion derartiger Raketen im Alleingang nicht mehr leisten können. Dokumentationen seien an China und Nordkorea verkauft worden. Der Betrieb habe sich auf die Produktion taktischer Raketen wie ‚Olcha‘ mit einer Reichweite von bis zu 130 Kilometern umgestellt, sagte der russische Militär.

Kiew sieht sich im Krieg mit Moskau

Der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrates, Alexander Turtschninow, hatte im vergangenen Juli damit geprahlt, dass „Olcha“-Raketen die von Russland gebaute Krim-Brücke binnen weniger Minuten zerstören könnten. Der Chef der russischen Liberaldemokratischen Partei (LDPR), Wladimir Schirinowski, sagte darauf, dass der „ukrainische Staat in diesem Fall zu existieren aufhören werde“.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine sind derzeit so gut wie eingefroren. Die Ukraine betrachtet Russland als einen Aggressor und sieht sich im Krieg mit dem Nachbarland.

am/gs/ta

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