Russland sei für eine Zusammenarbeit mit anderen Ländern bereit, um den Markt von Energieträgern zu stabilisieren. „Ich möchte Sie an die Aussagen des russischen Präsidenten erinnern, wonach Moskau zu einer Zusammenwirkung bereit und an der Zusammenwirkung mit anderen Ländern interessiert ist, um den Markt der Energieträger zu stabilisieren“, sagte Peskow vor Journalisten.

„Es ging darum, dass für die Stabilisierung des Marktes auch die Teilnahme jener Länder erforderlich ist, die sich zuvor nicht an der Koordination beteiligt haben; davon sprechen tatsächlich jene, die sich in einem Arbeitskontakt befinden“, sagte Peskow.

Der Kreml-Sprecher fügte hinzu, dass er bislang nicht sagen könne, welche Staaten es sein werden:

„Ich denke, dass alle einfach auf diese Telekonferenz (Opec+) warten sollen, die diese Woche stattfindet.“

Treffen der Opec+ auf Donnerstag verschoben

Zuvor hatte Peskow erklärt, dass die virtuelle Konferenz der Opec+, die für diesen Montag geplant war, aus technischen Gründen auf den 9. April verschoben worden sei.

Ölpreissturz

Am 6. März waren Verhandlungen des Ölkartells Opec mit den im Kooperationsverbund Opec+ vereinten Förderländern wie etwa Russland gescheitert. Die Teilnehmer konnten sich weder auf die Änderung noch auf die Verlängerung der Vereinbarungen über die Drosselung der Ölförderung einigen. Russland wollte die bestehenden Bedingungen des Abkommens aufrechterhalten, während Saudi-Arabien für eine weitere Reduzierung der Ölförderung auftrat.

Die Aufhebung der Einschränkungen in Bezug auf die Ölförderung ab 1. April verursachte einen Ölpreissturz, der durch die sinkende Nachfrage wegen der Coronavirus-Pandemie verstärkt wurde.

Russlands Präsident Wladimir Putin machte am 3. April das Verhalten Saudi-Arabiens neben der Covid-19-Epidemie für den Ölpreiseinbruch verantwortlich: Riad sei aus dem Opec+-Deal ausgestiegen, habe seine Ölförderung ausgebaut und sogar Rohöl-Rabatte angeboten.

Der russische Staatschef Wladimir Putin und Russlands Energieminister, Alexander Nowak, riefen die ölfördernden Länder zu gemeinsamen Aktivitäten auf. Russische Ölunternehmen seien zu einer Reduzierung der Ölgewinnung bereit, aber sie würden derartige Schritte lediglich gemeinsam mit anderen Förderländern einschließlich der USA unternehmen, hieß es.

ak/ae/sna

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