Wie die Ermittler mitteilten, seien in der Nacht zum Sonntag gegen die Fassade Brandsätze geworfen worden.

„Verletzt wurde glücklicherweise niemand“, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntagnachmittag.

Gegen 02.40 Uhr habe ein Sicherheitsmitarbeiter mehrere Personen entdeckt, die Flaschen geworfen hätten. Darin soll eine brennbare Flüssigkeit gewesen sein.

„Die Flammen konnte der Mitarbeiter löschen“, hieß es im Polizeibericht.

Nach Angaben der Polizeisprecherin hätten sich an der Fassade Verrußungen gebildet, eine Fensterscheibe sei dabei zu Bruch gegangen. Ermittelt werde in alle Richtungen. Weil es sich um eine Liegenschaft des RKI handle, werde auch eine politische Motivation geprüft.

Die Ermittlungen wurden vom polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Dabei wird wegen versuchter Brandstiftung ermittelt. Nach ersten Angaben sollen mehrere Personen mit Flaschen geworfen haben – „so die bisherigen Ermittlungen und Aussagen“, sagte die Polizeisprecherin.

Das RKI ist eine Gesundheitsbehörde, die auch für Infektionskrankheiten wie etwa Covid-19 zuständig ist. Kernaufgaben sind „die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infektionskrankheiten“, wie das Institut schreibt. Damit übernimmt die Einrichtung auch eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie.

Angegriffen wurde laut Polizei ein Institutsgebäude im südlichen Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg. Das Hauptgebäude liegt im Nordwesten der Hauptstadt. Das Robert Koch-Institut war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, auch das Bundesgesundheitsministerium äußerte sich zunächst nicht.

ac/mt/dpa

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