Laut der Polizei hatten nur befugte Personen Zugang zu dem Masken-Depot – dies grenzt den Kreis der Verdächtigen ein. Die Masken wurden demnach im Zeitraum vom 20. bis 25. März in dem Krankenhaus im Hamburger Stadtteil Eilbek gestohlen. Das Landeskriminalamt hat den Fall übernommen.

Millionen Atemschutzmasken spurlos verschwunden

Am Dienstag hatte der „Spiegel“ unter Berufung auf Insider-Informationen darüber berichtet, dass auf einem Flughafen in Kenia sechs Millionen Atemschutzmasken verschwunden seien, die eigentlich nach Deutschland geliefert werden sollten. Diesen Vorfall hatte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums bestätigt.

So wurde vermutet, dass die Lieferung entweder von Kriminellen gestohlen worden sei oder der Hersteller womöglich nachträglich anderswo einen besseren Preis für die begehrten Schutzgüter ausgehandelt und stattdessen dorthin geliefert habe.

Zumindest finanziellen Schaden soll es aber nicht gegeben haben – die Masken hätten erst bei Eintreffen der Lieferung in Deutschland bezahlt werden sollen. Den Vertrag über die Lieferung der Schutzmasken habe die dem Finanzministerium unterstellte Generalzolldirektion abgeschlossen, hieß es auf Anfrage der „Welt“ aus Regierungskreisen. Was genau passiert sei, werde vom Zoll noch geklärt. 

mka/dpa

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