Der an der Grenze zwischen Usbekistan und Kasachstan gelegene Aralsee war bis 1960 flächenmäßig der viertgrößte See in der Welt. Der aktive Verbrauch von Wasser aus den Flüssen Amudarja und Syrdarja hatte zum Austrocknen des Aralsees geführt.

Der sterbende See

In den zurückliegenden 55 Jahren schrumpfte die Wasserfläche fast auf ein Drittel. Der Wasserpegel sank um 29 Meter, das Wasservolumen verringerte sich um 94 Prozent und der Fischbestand auf null. Winde treiben Sand vom versalzten Grund des Sees hoch in die Atmosphäre und auf große Entfernungen.

„Wir haben als Erstes vor, auf dem ausgetrockneten Grund des Sees mit 100.000 Stecklingen einen 100 Hektar großen Wald anzupflanzen“, hieß es in der UNDP-Vertretung.

Wald soll weiteres Austrocknen stoppen

Den Angaben zufolge werden die erforderlichen Mittel über die Internet-Plattform GreenAralSea.org gesammelt. Jeder gespendete US-Dollar werde es ermöglichen, einen Setzling zu besorgen.

Experten zufolge wird der Wald künftig Sand- und Salzstürme verhindern. Die Behörden in Usbekistan planen, zum April dieses Jahres insgesamt rund 1,2 Millionen Hektar der hausgemachten Wüste „Aral-Kum“ mit Pflanzen zu bebauen.

am/gs/ta

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