Es gehe um elf Sukhoi Su-35-Kampfflugzeuge im Gesamtwert von rund 1,1 Milliarden US-Dollar, wie die Agentur aus unterrichteter Quelle erfuhr. Vor kurzem habe Indonesien alle Kaufpläne fallen lassen, sagte ein mit der Angelegenheit vertrauter Amtsträger, der anonym bleiben wollte. Die Gespräche mit China über die Beschaffung mehrerer Patrouillenschiffe für etwa 200 Millionen US-Dollar seien abgebrochen worden, hieß es.

USA drohen mit Sanktionen

Die Moskauer Wirtschaftszeitung „Kommersant“ hatte im Oktober vergangenen Jahres berichtet, dass sich die Lieferung von Su-35-Jets an Indonesien verzögere. Dem Blatt zufolge konnte die US-Seite Indonesien keine Garantien dafür gewähren, dass Jakarta wegen der Kooperation mit Moskau nicht mit Sanktionen belegt würde.

Vertrag mit Indonesien 2018 unterzeichnet

Das russisch-indonesische Abkommen über elf Su-35 war im Februar 2018 unterzeichnet worden. Dabei konnte Indonesien die Hälfte der Summe – 570 Millionen US-Dollar – mit Waren begleichen. Die ersten Jets sollten laut Plänen 2019 ausgeliefert werden.

Su-35

Bei der Su-35 handelt es sich um einen Mehrzweck-Jäger der Generation 4++. Die russische Luftwaffe hatte 98 Jets dieses Modells bestellt. Der größte Abnehmer von Su-35 im Ausland ist China, das 24 Maschinen vertraglich gebunden hatte. Die erste Partie wurde im Dezember 2016 an das Reich der Mitte ausgeliefert.

am/gs/ta

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