US-Augenärzte berufen sich dabei auf eine Studie, die im Fachmagazin „Journal of Medical Virology“ veröffentlicht wurde. In der Studie seien 30 Patienten untersucht worden, die wegen Covid-19 in China stationär behandelt worden seien. Einer untersuchten Frau sei diese Augenkrankheit attestiert worden. Die Patientin habe SARS-CoV-2 in ihren Augensekreten gehabt.

Dies solle darauf hindeuten, dass das Virus die Bindehaut infizieren und eine Bindehautentzündung verursachen und dass Viruspartikel in den Augensekreten vorhanden sein kann, hieß es.

In einer größeren Studie, die im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde und auf einer Untersuchung von 1099 Patienten mit der bestätigten Covid-19-Infektion aus 30 Krankenhäusern in ganz China basiert, handle es sich um neun Patienten, die eine „konjunktivale Verstopfung“ gehabt hätten.

Zwar könnte eine Bindehautentzündung nicht nur von SARS-CoV-2 verursacht werden, so die Forscher. Ein Augenarzt könnte jedoch zum ersten Mediziner werden, der einen Coronaverdächtigen Patienten untersuche.

Daher werde empfohlen, nicht nur Mund und Nase, sondern auch Augen (zum Beispiel mit einer Schutzbrille oder einem Schutzschild) zu schützen, wenn man sich um Patienten kümmere, die möglicherweise mit COVID-19 infiziert seien.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Ausbruch des neuartigen Coronavirus als eine Pandemie eingestuft. Nach jüngsten WHO-Angaben wurden mehr als 512.700 Menschen von Covid-19 infiziert. Mehr als 23.400 davon seien dem Erreger erlegen (Stand um 18:00 Uhr (MEZ) am 27. März).

asch/sb/sna

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