In der Woche bis zum 4. April wurden demnach 6,6 Millionen solcher Anträge registriert. Insgesamt stellten die US-Amerikaner in den letzten drei Wochen 15 Millionen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Vom 9. bis zum 15. März waren dagegen nur 282.000 Gesuche eingereicht worden.

„Traumatische Periode“ am US-Arbeitsmarkt

Ökonomen schätzten laut der Nachrichtenagentur Reuters ein, dass im April in den Vereinigten Staaten bis zu 20 Millionen Erstanträge gestellt würden.

„Der Arbeitsmarkt ist in eine traumatische Periode eingetreten. Wir sehen voraus, dass die Arbeitslosenrate im April auf 14 Prozent hochschnellen wird“, zitiert die Agentur den führenden Wirtschaftswissenschaftler bei der Analyseagentur Oxford Economics, Gregory Daco.

Billionenschweres Konjunkturpaket

Die rasante Ausbreitung des Coronavirus hat das öffentliche Leben in weiten Teilen der USA zum Erliegen gebracht. Die Mehrheit der rund 330 Millionen Amerikaner unterliegt den von den Bundesstaaten verhängten Ausgangsbeschränkungen.

Viele Geschäfte und Betriebe aus unterschiedlichen Branchen – von Restaurants und Bars bis hin zu Fabriken und Transportfirmen – mussten schließen.

Der Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geschah trotz eines vom Kongress auf den Weg gebrachten zwei Billionen Dollar schweren Konjunkturpakets.

Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

Weltweit wurden nach WHO-Angaben bereits mehr als 1,4 Millionen Menschen in 212 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach 85.522 Todesopfer registriert.

Laut der Organisation wurden in den USA derzeit die meisten bestätigten Fälle der neuartigen Erkrankung festgestellt: 395.030. Tödlich endeten 12.740 der Fälle.

mo/mt/rtr

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