Start einer Interkontinentalrakete vom Typ Minuteman III von der US-Luftwassenbasis Vandenberg, Kalifornien, 5. Februar 2020

Russland hat seit September 2019 die Anzahl seiner Atomsprengköpfe um 100 reduziert, die Vereinigten Staaten lediglich um drei. Dies geht aus den vom US-Außenministerium veröffentlichen Zahlen im Rahmen des Abrüstungsabkommens New START hervor.

Die fünf ständigen UN-Sicherheitsratsmitglieder trafen sich am 30. Januar 2019 zu einer Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag in Peking.

Das Außenministerium der Vereinigten Staaten hat auf seiner Webseite eine Tabelle mit der Anzahl der russischen und US-amerikanischen ballistischen Raketen veröffentlicht, die am 1. März stationiert waren. An diesem Tag verfügte Russland über 485 Interkontinentalraketen, ballistische Raketen in U-Booten und schweren Bombern – gegenüber 513 am vergangenen 1. September.

Die Vereinigten Staaten ihrerseits verfügten an diesem Tag über 655 Nuklearsprengstoffträger der oben genannten Typen – im Vergleich zu 668 im September 2019.

Die russischen ballistische Raketen und Bomber trugen 1.326 Nuklearsprengköpfe (1.426 im September 2019), verglichen mit 1.373, die von US-Trägersystemen eingesetzt wurden (1.376 im September 2019), wie sich aus den beiden auf der Webseite des US-Außenministeriums einsehbaren Auflistungen ergibt.

Der START-III- oder New-START-Vertrag, der seit 2011 in Kraft ist, sieht eine gegenseitige Überwachung der Nukleararsenale durch Washington und Moskau vor. Im Rahmen des Abkommens vereinbarten beide Parteien, ihre Nuklearstreitkräfte auf 700 Trägerraketen, 1.550 Sprengköpfe und 800 Abschusssysteme zu reduzieren.

Der New-START-Vertrag ist die einzige derzeit noch bestehende Vereinbarung zur Abrüstung und Rüstungskontrolle von Atomwaffen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika. Er läuft im Februar 2021 aus.

Mehr zum Thema„Retten Sie den letzten Atomwaffenvertrag!“ – Ein Appell der Ex-Außenminister Iwanow und Albright

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.