„Wir hoffen, dass die Türkei die syrische Aggression mit Unterstützung Russlands abwehren kann, in deren Laufe viele türkische Soldaten ums Leben kamen. Wir hoffen, dass ein Hilfspaket für die Türkei von uns gesammelt werden kann. Wir hoffen, dass die Türkei das russische Luftverteidigungssystem auf ihrem Territorium nicht stationieren wird – es hält das Potenzial zurück, das wir ihnen bieten können, um der syrischen Aggression entgegenzuwirken“, sagte Hutchison.

„Wir hoffen, dass die Türken … das Luftverteidigungssystem entfernen, das sich im Zentrum von Ankara befindet“, fügte sie hinzu.

Anfang März kündigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan an, dass die Türkei beabsichtige, die russischen S-400-Systeme im April in Dienst zu stellen.

S-400-Deal

Moskau und Ankara hatten 2017 einen Vertrag über den Kauf von Flugabwehrraketensystemen S-400 „Triumph“ geschlossen. Washington drohte der Türkei Sanktionen und einen Ausschluss aus dem Programm zur Produktion von F-35-Kampfjets an. Präsident Donald Trump sprach von schweren Folgen und „enormen Problemen“ für die Türkei. Im Dezember 2019 hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärt, dass Ankara nie auf die S-400-systeme verzichten werde.

Eskalation in Idlib

Die Situation in Idlib hatte sich verschärft, nachdem die Terrormiliz „Hayat Tahrir al-Sham“* am 27. Februar eine großangelegte Offensive gegen Stellungen der syrischen Regierungstruppen gestartet hatte. Beim Gegenschlag der Regierungskräfte gerieten neben den Terroristen auch türkische Militärs unter Beschuss, die es in der Region eigentlich nicht hätte geben dürfen. 36 türkische Soldaten starben, weitere 30 wurden verletzt.

Nachdem die russische Seite Informationen darüber erhalten hatte, ergriff sie sofort Maßnahmen zum vollständigen Feuerstopp seitens der syrischen Armee. Alle getöteten und verletzten türkischen Soldaten wurden in die Türkei gebracht. Putin äußerte Bedauern über den Tod der Soldaten. Laut dem russischen Verteidigungsministerium kam die russische Luftwaffe in dem genannten Gebiet nicht zum Einsatz.

Waffenruhe in Idlib

Am 5. März waren Russlands Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan in Moskau zusammengekommen, um die Situation in Idlib zu besprechen.

Nach den sechsstündigen Verhandlungen wurde ein gemeinsames Dokument zur Regelung in Syrien unterzeichnet. Dieses enthält folgende Punkte: Waffenruhe an der vorhandenen Berührungslinie ab Mitternacht des 6. März; Etablierung eines sechs Kilometer breiten „Sicherheitskorridors“ nördlich und südlich der Verbindungsstraße M4 in Syrien durch Russland und die Türkei, Start gemeinsamer russisch-türkischer Patrouillen entlang der Verbindungsstraße M4 ab 15. März.

*Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten

ac/mt/sna

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