US-Medien besorgt – Trump dementiert. Washington, DC, 05.04.2020: US-Präsident Donald Trump, Vizepräsident Mike Pence und Konteradmiral John Polowczyk, Leiter der Logistik-Taskforce der FEMA, bei einer Pressekonferenz der Arbeitsgruppe Corona-Virus

US-Präsident Donald Trump dementierte, dass im Rahmen des „Project Air Bridge“ zur Eindämmung der Corona-Epidemie mangelhafte medizinische Güter oder Geräte aus China in die USA geliefert werden könnten. Entsprechende Fragen kamen bei einer Pressekonferenz auf.

US-Präsident Donald Trump entgegnete am Sonntag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus der von Journalisten geäußerten Besorgnis, im Rahmen des „Project Air Bridge“ könnten defekte medizinische Güter aus China in die USA geliefert werden. Trump gab seine Erklärung im Beisein der Mitglieder der Corona-Virus-Arbeitsgruppe ab.

Meldungen über Lieferungen mangelhafter medizinischer Güter kamen etwa aus Australien und Spanien. Hier ein Auszug aus der Pressekonferenz:

Frage: Zum Project Air Bridge: Es gibt Berichte, denen zufolge chinesische Lieferungen an (Corona-)Tests, Schutzmasken und Gummihandschuhen zu einem gewissen Grade mangelhaft waren. Es gibt offenbar keinen Übeschuss.
Trump: Nicht hier. Nein, hier nicht. Nein, nein, nein…
Frage: Nein, aber etwa eine Lieferung nach Spanien.
Trump: Naja, nein. In Spanien und woanders haben Sie das vielleicht gesehen – uns schicken sie nichts Mangelhaftes.
Frage: Also gibt es keine Besorgnis darüber, dass Schutzmasken und Gummihandschuhe, die wir importieren, Defekte aufweisen könnten?
Trump: Nein. Es wird getestet. Wir sehen es uns an. Wir prüfen es.

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Das „Project Air Bridge“ ist eine von Washington initiierte internationale Beschaffungsmaßnahme zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie. In dessen Rahmen kauft die US-Bundesagentur für Katastrophenschutz (FEMA) in Zusammenarbeit mit privaten Firmen und Konzernen im Ausland medizinische Güter ein und lässt diese in die USA einfliegen. Damit soll der in den USA aktuell vorhandene Mangel an medizinischen Gütern und Geräten, die zur Eindämmung beziehungsweise zur Behandlung von Corona-Virus-Erkrankungen benötigt werden, gelindert werden.

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Zuvor meldete  Associated Press, dass Schutzmasken und Beatmungsmaschinen aus Lagern der Nationalen Strategischen Reserve der USA häufig Mängel aufweisen würden.

So wurden Krankenhäusern im US-Bundesstaat Alabama 6.000 von Hausschwamm befallene Schutzmasken geliefert, deren Haltbarkeitsdatum bereits seit dem Jahr 2010 abgelaufen war. Kliniken in Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien wurden mehr als 150 reparaturbedürftige Beatmungsmaschinen geliefert. Bei Schutzmasken aus Beständen der Nationalen Reserve, die an Krankenhäuser in Oregon geliefert wurden, rissen vermehrt die Gummibänder, sodass die Masken dem Klinikpersonal von den Gesichtern fielen.

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