Demnach hat Saudi-Arabien Schwierigkeiten bei der Suche nach neuen Kunden. Das Problem sei darauf zurückzuführen, dass die Käufer bereits mit einem Mangel an Lagerkapazitäten zu kämpfen hätten, was neue Käufe erschwere, berichtet die Zeitung unter Verweis auf saudische Beamte und Ölhändler. Dies bedrohe die Nachhaltigkeit eines von Riad begonnenen Preiskriegs und Kampfes um Marktanteile.

Zudem sei Saudi-Arabien wegen der Corona-Krise auch mit einer sinkenden Nachfrage in Indien konfrontiert worden.

Die von Saudi-Arabien vorgenommenen Preissenkungen würden darauf abzielen, Marktanteile in Europa zu gewinnen, das vor allem von Russland versorgt würde, betont die Zeitung. Russland habe es geschafft, seine europäischen Öllieferungen nach China umzulenken, wo die Öl-Nachfrage sich langsam erhole.

Ölpreissturz

Nach den gescheiterten Verhandlungen des Ölkartells Opec mit den im Kooperationsverbund Opec+ vereinten Förderländern wie etwa Russland und dem Versprechen von Saudi-Arabien, die Ölförderung auf 13 Millionen Barrel pro Tag zu steigern, war es zu einem gewaltigen Einbruch des Ölpreises gekommen. Seit Jahresbeginn sind die entsprechenden Werte um mehr als 50 Prozent gefallen.

asch/ape

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