Der Test war ein „entscheidender Schritt“ bei den Bemühungen, die neuartigen Waffen „schnell“ für mögliche Einsätze zur Verfügung zu haben, hieß es in einer Mitteilung des Pentagons.

Das US-Verteidigungsministerium spricht offiziell nicht von Raketen, sondern von „Hyperschall-Gleitern“. Das Militär machte keine genauen Angaben zur Flugbahn, der Reichweite oder dem Ziel des Geschosses.

Damit wollen die USA künftig mit Russland gleichziehen. Russland hat nach eigenen Angaben Hyperschallraketen bereits in Dienst gestellt. Die extrem schnellen Raketen sollen nicht von Abwehrsystemen abgefangen werden können. Zudem gelten sie als sehr gut manövrierbar. Nach US-Angaben fliegen sie mit fünffacher Schallgeschwindigkeit (Mach 5). Russland spricht sogar von zwanzigfacher Schallgeschwindigkeit.

Zuvor hatte sich US-Verteidigungsminister Mark Esper über Russlands „Bestreben nach Dominanz“ besorgt gezeigt. In einem Schreiben an das Repräsentantenhaus behauptete der Pentagon-Chef, dass die kürzlich durchgeführte Demonstration von Hyperschallwaffen „die Besorgnis über das wachsende militärische Potenzial (Moskaus – Anm.d.Red.) sowie die Absicht, die Nato-Allianz zu untergraben” bestätige.
Ferner betonte Esper, die USA müssten Russland und China als „praktisch gleichberechtigten“ Militärmächten entgegenwirken.

Startjahr für Hyperschallwaffen-Tests

Anfang Februar hatte der Chef des US-Strategiekommandos, Charles Richard, angekündigt, das Pentagon werde 2020 mit dem aktiven Testen von Hyperschallwaffen beginnen. Dieses Jahr solle entscheidend für die Entwicklung von Hyperschallwaffen werden.

Zugleich hatte der stellvertretende Pentagon-Chef Alan Shaffer erklärt, die Vereinigten Staaten würden angesichts der neuesten russischen Waffen, wie Awangard-Hyperschallsysteme, die nuklearen Abschreckungsfähigkeiten beibehalten und die nukleare Triade (Interkontinentalraketen, strategische U-Boote und Kampfflugzeuge) modernisieren.

mka/gs/dpa

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